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Materialverlad in Emmen

Einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Brasilien hat das SwissSkills Team gemacht. Die 40 Kandidatinnen und Kandidaten haben zusammen mit ihren Expertinnen und Experten am vergangenen Wochenende rund 9 Tonnen Material verpackt und für die Verschiffung nach São Paulo verladen.

Jetzt erwartet die meisten noch eine intensive Trainingszeit bis die Reise über den grossen Teich angetreten wird. Manche trainieren im kommenden Monat zu 100% für ihren grossen Auftritt an den Berufs-Weltmeisterschaften.

«Eigentlich wären alle Werkzeuge und Maschinen am Wettkampfort vorhanden», erzählt Bauschreiner Reto Ettlin, aber: «Ich will mit dem Material arbeiten, das wir auch in unserem Berufsalltag verwenden. So bin ich sicher, dass ich auch so arbeiten kann, wie ich es gewohnt bin.» Zusammen mit seinem Experten Roger Huwyler macht er den letzten Check seiner Kiste, bevor sie für die Verschiffung nach Brasilien verladen wird. Eine gute Woche hat er jeden Abend etwa zwei bis drei Stunden aufgewendet, um Kipp- und Gehrungsfräse, Oberfräse, Schraubzwingen, Hobel und Stechbeitel bereit zu stellen. Alles zusammen ergibt dies eine Kiste, die gut eine Tonne schwer ist und einen Wert von rund 38000 Franken darstellt.

Rote Kiste mit Schweizerkreuz

Er und seine 39 Kolleginnen und Kollegen vom SwissSkills Team haben am vergangenen Samstag auf dem RUAG-Gelände im luzernischen Emmen einen Überseecontainer mit rund 9 Tonnen Material gefüllt. Ein wichtiger Vorbereitungsschritt, um sicherzustellen, dass an den WorldSkills in São Paulo mit besten Voraussetzungen und mit den gewohnten Werkzeugen gearbeitet werden kann. Und dabei muss alles ordentlich ablaufen. Nicht nur, weil jedes kleinste Teil für die grosse Reise genau dokumentiert und deklariert werden muss. Dekoraktionsmalerin Janin Aellig hat auch die etwas verschmierte Kiste nicht recht gefallen. Kurzerhand hat sie sie rot angemalt und prominent mit einem Schweizerkreuz verziert. «Ist doch einfach schön so und macht einen sauberen Eindruck», erklärt sich lachend. Auch sie hat viel eingepackt. Pinsel, Rollen, Spachtel, Abdeckband, «Werkzeuge, mit denen ich hier auch arbeite.» Wichtig für sie: «Pinsel und Rollen müssen eingearbeitet sein, sonst verlieren sie Haare beim arbeiten, und das ist sehr störend.»

Intensiver Trainingsmonat

Ausspannen ist jedoch jetzt nicht angesagt, auch wenn das Arbeitsmaterial verpackt und unterwegs nach Südamerika ist. Für alle steht nämlich noch ein sehr intensiver Monat bevor. Für Konditorin Andrea Hohl heisst das neben 50% normaler Berufsarbeit nochmal mindestens gleichviel Trainingszeit. Floristin Marina Spring hatte im vergangenen Monat neben den Trainings sogar noch Abschlussprüfungen zu bestehen und wird auch im Juli noch intensiv trainieren. Bauschreiner Reto Ettlin wird in den kommenden fünf Wochen sogar ein Vollzeit-Training bei seinem Experten Roger Huwyler im Betrieb absolvieren.

Trainieren muss Teamleader Daniel Steiner derweil nicht. Trotzdem bereitet auch er sich minutiös vor, hat aus den Erfahrungen der letzten Wettbewerbe eine Checkliste abzuarbeiten, um optimal auf alles vorbereitet zu sein. «Wir hoffen natürlich, dass wir es nicht brauchen», erklärt er, trotzdem: «Ob Medikamente gegen Reiseübelkeit, Fieber oder Schlafstörungen bis hin zum klassischen Verbandsmaterial will ich auf alle kleineren oder grösseren Komplikationen bestmöglich vorbereitet sein.» Er hat also für jegliches «Bo-Bo» bestens vorgesorgt – so sollte eigentlich nichts mehr fehlen für Topleistungen des SwissSkills Teams an den WorldSkills 2015 in São Paulo.

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