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WorldSkills 2019 zeigen jetzt schon Flagge

Im August 2019 werden in Kazan/Russland die 45. Berufs-Weltmeisterschaften ausgetragen. Als Vorbote dazu war am Montag die offizielle WorldSkills-Flagge zu Besuch in St. Gallen. Auf der ersten «Flag Relay» überhaupt reist sie rund um die Welt, flog sogar schon durchs Weltall und machte nun in der Schweiz Etappenhalt. 

Gestartet ist die erste «WorldSkills Flag Relay» bereits im Oktober 2017 direkt nach der Übergabe der offiziellen Flagge an das russische Organisationskomitee im Rahmen der Schlussfeier der WorldSkills in Abu Dhabi. Vom Fackellauf des olympischen Feuers inspiriert soll die Flagge in einer Stafette rund um die Welt reisen. Dazu passend war das erste Ziel Sotschi am Schwarzen Meer, wo 2014 die olympischen Winterspiele ausgetragen wurden. Die längste und spektakulärste Etappe hat sie bereits hinter sich, wurde sie doch an Board einer russischen Soyuz-Rakete zur internationalen Raumstation ISS geschickt. Zurück auf der Erde machte sie sich im Gepäck eines vierköpfigen Teams des russischen Organisationskomitees am 12. März auf eine Reise rund um den Globus.

Ausgangspunkt war Madrid, wo die ersten Wettbewerbe 1950 veranstaltet wurden. Seither wurde sie bereits in zehn Städten auf drei Kontinenten empfangen und weitergereicht.

St. Gallen grüsst die WorldSkills

Am vergangenen Montag war die Reihe an der Schweiz, Etappenhalt für die Fahnenstafette zu sein. Dass St. Gallen als Gastgeberstadt ausgewählt wurde, ist naheliegend, wurden hier doch gleich zweimal – 1997 und 2003 – WorldSkills durchgeführt. Damit ist St. Gallen neben Madrid der einzige Austragungsort, wo die Berufs-Weltmeisterschaften mehr als einmal stattfanden.

Andreas Hartmann, Präsident des Kantonalen Gewerbeverbandes St. Gallen, begrüsste im Kantonsratssaal die Fahnendelegation, offizielle Vertreter von WorldSkills International, Mitglieder des OK von 2003, ehemalige Teilnehmende an Berufs-Weltmeisterschaften und die geladenen Gäste, unter anderen auch Vertreter von WorldSkills Liechtenstein.

Regierungsrat Stefan Kölliker, Vorsteher des Bildungsdepartements des Kantons St. Gallen, betonte daraufhin in seiner Ansprache die Bedeutung des Berufsbildungssystems der Schweiz und blickte auf die insgesamt drei WorldSkills-Austragungen in der Schweiz zurück. «Man hätte in der Schweiz keinen besseren Ort für diese Feierlichkeit finden können», meinte er denn auch launig, gehöre doch der Kanton St. Gallen mit den zwei Austragungen ein wenig zu den alten Hasen im WorldSkills-Geschäft. Ob in Zukunft wieder einmal eine Berufs-Weltmeisterschaft in der Gallusstadt durchgeführt werde, könne er heute zwar nicht beantworten, führte er weiter aus, doch: «Zunächst einmal bewerben wir uns für die Durchführung der SwissSkills 2022.»

WorldSkills International grüsst die Schweiz

Die offizielle Grussadresse von WorldSkills International überbrachte Stefan Praschl, Mitglied des Board of Directors, Vizedirektor für die Wettbewerbe und Vorsitzender des Wettbewerbskomitees. Der Österreicher ist langjähriger Technischer Delegierter von SkillsAustria und hat seine «WorldSkills-Karriere» sinnigerweise als Experte bei den Polymechanikern 2003 in St. Gallen begonnen. «Die Schweiz ist für WorldSkills International sehr wichtig», betonte er in seiner Grussbotschaft. Das sehe man nicht zuletzt an der Qualität der Schweizer Teilnehmenden. «Sie sind Botschafter für eine gute Berufsbildung und genau das soll die Fahne auf dieser Stafette rund um die Welt auch sein.»

Weltmeister erzählen

Als aktive Teilnehmende aus dem Jahr 1968 waren Paul Grunder als Zimmermann (Silber), Hanspeter Bigler als Elektromonteur (Gold) und Albert Bohren als Schuhmacher (Silber) mit dabei und erzählten von ihren unvergesslichen Erlebnissen. Ebenso wie Bekleidungsgestalterin Karin Bischoff und Maurer Ruedi Signer, die beide 1997 in St. Gallen ein Goldmedaille errangen. Ruedi Signer ist noch heute als langjähriger Experte für das SwissSkills Team aktiv.

Kurz vor elf Uhr war es dann soweit: Fabian Vogler, der als Webdesigner 2009 in Calgary Weltmeister wurde, brachte als Vertreter von WorldSkills International die Flagge auf die Bühne. In der «Patching Ceremony» befestigten dann Hanspeter Bigler, Alt-Regierungsrat und damaliger SwissSkills Präsident Hans Ulrich Stöckling und Armin Mühlematter, OK-Präsident 1997 und 2003, je ein Logo der drei Schweizer Austragungen auf der Flagge an und machten so den Besuch offiziell und sichtbar.

Die Reise der WorldSkills Flagge geht nun weiter und führt direkt ans andere Ende der Welt nach Sydney, wo sie bereits am 1. Juni empfangen wird. Danach warten acht weitere Stationen auf vier Kontinenten, bis sie rechtzeitig zur Eröffnung der 45. WorldSkills in Kazan eintreffen wird.

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