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Diese Hände machen aus Teig Gipfeli und Brote

Bald steckt Ramona Bolliger (20) ihre Brote in die Öfen von Abu Dhabi – an den WorldSkills von Mitte Oktober.

Wenn die allermeisten Menschen noch schlafen, sind die Hände von Ramona Bolliger (20) aus Gontenschwil AG schon im Einsatz. Wie es bei einer Bäckerin/Konditorin halt so Usus ist. Um 4.30 Uhr steht sie jeweils auf, um 6 Uhr beginnt die Arbeit in der Richemont Fachschule in Luzern. «Das ist für mich wie Ausschlafen», lacht sie.

Während der Lehre in Gontenschwil ging es jeweils noch viel früher los.

Dabei sagt Ramona: «Ich bin überhaupt kein Morgenmensch. » Die Hände sind oft voll mit klebrigem Teig und Mehl. Im Sommer ist das alles kein Problem, «im Winter werden die Hände aber rasch trocken, dann muss ich eine Crème benützen. » Das zweite Problem: «Man hat ab und zu eine Verbrennung oder einen Schnitt. Wichtig, dass man diese Wunden rasch und gut versorgt.» Ein eigentliches Lieblings- Gebäck habe sie nicht, findet Ramona. «Es ist natürlich wichtig, dass man die Brote und Backware auch mag.» Wie sollte sie auch sonst mit dem Duft umgehen? In den nächsten Wochen bäckt die Aargauerin indes nicht in der Heimat, sondern in Abu Dhabi.

Ramona vertritt die Schweiz an den WorldSkills, der Berufs- WM, die dort in zehn Tagen beginnt.

«Letzte Woche hatte ich mit meinem Coach Urs Röthlin den letzten Testlauf», sagt sie. Andere Länder bedeuten andere Zutaten, andere Rohstoffe, andere Umstände. «Ich war in der Vorbereitung selbst im Ausland und erwarte, dass ich damit umgehen kann», sagt die Vize-Europameisterin in ihrem Beruf. Das Ziel? «Jeder will aufs Podest kommen, sonst müsste man gar nicht antreten.»