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Die Schweiz an den WorldSkills: «Besser werden durch Vergleich»

Seit zwei Tagen stellt sich der Schweizer Berufsnachwuchs an den WorldSkills in Abu Dhabi der internationalen Konkurrenz. Für unser Land sind die WorldSkills eine tolle Chance die Leistungsfähigkeit des Schweizer Bildungssystems und der Schweizer Wirtschaft zu demonstrieren. Gleichzeitig liefert der Vergleich mit anderen Nationen besonders den Berufsverbänden wertvolle Erkenntnisse für die Zukunft.

Noch bis am Mittwochabend kämpft das 38-köpfige Schweizer Team an den Berufs-Weltmeisterschaften in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate um Spitzenplätze. „Die WorldSkills sind ein Gradmesser bezüglich der internationalen Konkurrenzfähigkeit unserer Berufsbildung, ja des ganzen Bildungssystems“, erklärt Regierungsrat Reto Wyss, der Präsident der Stiftung SwissSkills und Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Luzern.

Die Schweizer Teammitglieder würden mit ihren beeindruckenden Leistungen unter Beweis stellen, welche Exzellenz über unsere Berufsbildung erreicht werden könne, ergänzt Wyss. „Wir können jungen Leuten damit auch aufzeigen, welche Entwicklungsperspektiven unser Berufsbildungssystem bietet.“

Vergleichsmöglichkeit für Berufsverbände

Auch für Josef Widmer, den stellvertretenden Direktor des Staatsekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) sind die WorldSkills „eine optimale Möglichkeit, um die Stärken unserer Berufsbildung positiv darzustellen.“ Gerade den Berufsverbänden liefere die Teilnahme an den WorldSkills wichtige Erkenntnisse. Aus den Ergebnissen hier in Abu Dhabi liessen sich Schlüsse ziehen, welche in die Ausbildung einfliessen würden. „Wir erkennen wo Handlungsbedarf besteht, um international auch in Zukunft zu bestehen und können bei Bedarf entsprechende Korrekturen vornehmen. Der internationale Vergleich hilft uns besser zu werden“, ergänzt Josef Widmer.

Harter Konkurrenzkampf

Allerdings sei bei der Interpretation der Resultate eine differenzierte Herangehensweise notwendig. „Wir erleben hier nicht in erster Linie einen Wettbewerb der Bildungssysteme, sondern einen Wettbewerb zwischen einzelnen Teilnehmern“, so Widmer.

Zunehmend mischen bei den WorldSkills Nationen vorne mit, welche über kein eigentliches Berufsbildungssystem verfügen, ihre Teilnehmer aber jahrelang ganz spezifisch auf die Weltmeisterschaften und die dort verlangten Skills vorbereiteten. Der Konkurrenzkampf ist entsprechend härter geworden. Die Mitglieder des SwissSkills Team durchlaufen hingegen die viel breitere, „normale“ Schweizer Berufsbildung. „Wir können stolz darauf sein, dass wir unter diesen Rahmenbedingungen derart gut mithalten. Es zeigt, welch breite Basis und Qualität unser Berufsbildungssystem bietet“, sagt SwissSkills-Präsident Reto Wyss.

Allerdings: Auch im Schweizer Team hat im Verlaufe der Jahre das spezifische Training auf die WorldSkills an Bedeutung gewonnen. Die Teilnehmer und ihre Experten bereiten sich fast ein Jahr lang sehr intensiv, aber im Gegensatz zur Konkurrenz grösstenteils in der Freizeit auf die Teilnahme an den WorldSkills vor. „Dieser zusätzliche Effort ist notwendig, um hier zu bestehen. Er unterstreicht aber auch die enorme Leistungsbereitschaft unserer jungen Berufsleute, welche die Schweiz hier in Abu Dhabi so toll repräsentieren“, so Reto Wyss.

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