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Ich bin bereit für Abu Dhabi

Florian Nock reist für die Schweiz an die Berufsweltmeisterschaften nach Abu Dhabi. Der Zimmermann ist Schweizermeister sowie EM-Vize und trainiert nun für die nächste Etappe: einen Platz auf dem Siegertreppchen der Weltelite.

Wie sieht es auf globaler Ebene aus? Um diese Frage geht es für den jungen Zimmermann Florian Nock an den diesjährigen WorldSkills. Er ist Schweizermeister, seit 2016 der zweitbeste Zimmermann Europas – jetzt geht es um das globale Kräftemessen. In Abu Dhabi, in den Vereinigten Arabischen Emiraten, tritt er für die Schweiz an und misst sich bei den Berufsweltmeisterschaften zwischen dem 14. und 19. Oktober mit der Weltelite der Zimmerleute.

Platz auf dem Siegerpodest

«Unser Ziel ist ganz klar, dass wir bei den Weltmeisterschaften ganz vorne dabei sind», sagt sein Trainer Peter Schwarz. Er und Adrian Wenger trainieren mit Nock seit Mai für die Herausforderung in Abu Dhabi. Das bedeutet für alle im Nationalteam Disziplin und Durchhaltevermögen – und viel Einsatz neben den Arbeitszeiten. Trainiert wird mit einem Testprojekt, das der Aufgabe im Wettbewerb ähnelt: einer komplexen Pavillonkonstruktion. Zu Übungszwecken veränderten die Trainer immer wieder Details am Pavillon. So kommt es, dass Nock das Testobjekt bei einer Trainingseinheit im Juli bereits zum vierten Mal in abgeänderter Version ausführte. «Ich bin bereit für Abu Dhabi. Schliesslich weiss ich, was ich da tue, ich kenne meine Fähigkeiten. Ich muss nur das Wissen abrufen und meinen Zeitplan einhalten», sagt Florian Nock. Das Training gibt dem 21-Jährigen die fachliche Sicherheit und Zuversicht. Seine Stärken kennt Nock genau: die präzise Maschinenarbeit, zugeschnitten auf die Geometrie, und zielführende Lösungen.

Enormer Zeitdruck

«Er muss sehr präzise arbeiten. Beim Wettbewerb wird genauestens nachgemessen. Zwischen den einzelnen Verbindungen darf kein Millimeter Luft sein», sagt Schwarz. Und der Zeitdruck werde enorm sein, prognostiziert sein Trainer. Schwarz weiss, wovon er spricht. 2009 war er selber Teilnehmer an der WorldSkills Competition im kanadischen Calgary und holte dort die Goldmedaille. Den Kandidaten Nock beschäftigt der Zeitdruck weniger als ein anderes Thema – nämlich die langen Pausen: «Die längsten Arbeitsblöcke dauern nur etwa zwei Stunden.
Ich frage mich, ob ich bei so vielen Unterbrechungen wieder in meine Konzentration und Ruhe finde. Aber wer weiss, vielleicht sind die Pausen auch ein Vorteil.» Ob die Pausen helfen oder nicht – das wird sich für Nock erst vor Ort in Abu Dhabi zeigen. Sein Material und das Werkzeug wurden schon verladen. Wie sich Nock bei der Berufsweltmeisterschaft schlägt sowie die Bilder und Eindrücke aus Abu Dhabi liefert das Nationalteam auf der Facebookseite. facebook.com/swissIBWteam