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EuroSkills-Expertenschulung: «Einsatz beginnt nicht erst vor Ort»

Vom 25. bis 29. September finden in der Hauptstadt Ungarns zum sechsten Mal die EuroSkills statt. Das SwissSkills Team wird mit acht jungen Berufsleuten daran teilnehmen. Am vergangenen Wochenende hat SwissSkills dazu die «Mission Budapest» lanciert. Mit einem intensiven Schulungstag starteten eine Expertin und sieben Experten in die Vorbereitungsphase der kommenden Monate.

Ende September wird das aktuelle SwissSkills Team als Beruf-Nationalmannschaft der Schweiz an den sechsten EuroSkills in der Donaustadt Budapest antreten. Mit dabei eine Frau und sieben Männer, die die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer als Expertinnen und Experten begleiten werden. Am 27. Januar trafen sich die erfahrenen Berufsbildner zu einem Schulungstag im Bildungszentrum des Schweizerischen Plattenverbands SPV im luzernischen Dagmersellen.

Zuoberst aufs Treppchen

«Experte sein ist ein anspruchsvoller Job», sagt der Technische Delegierte Rico Cioccarelli: «Man ist exponiert, muss sich durchsetzen und spielt gleichzeitig für seine Wettkämpferin oder seinen Wettkämpfer eine wichtige Rolle.» Der Einsatz beginne nicht erst vor Ort, erklärt er, vielmehr gebe es immer wieder Neuerungen, mit denen sich auch erfahrene Expertinnen und Experten erst vertraut machen müssten, um diese Aufgabe optimal erfüllen zu können. Zudem weiss er aus Erfahrung, wie wichtig es ist, dass im Vorfeld zwischen Wettkämpfer und Experte ein enger Kontakt und ein Vertrauensverhältnis aufgebaut wird. Was für ein Resultat erwartet der langjährige Technische Delegierte vom SwissSkills Team nach dem Europameistertitel 2016 in Göteborg? Mit Augenzwinkern meint er dazu: «Wer mich kennt, weiss, ich will zuoberst aufs Treppchen. Wir haben wieder ein tolles Team und ich bin zuversichtlich, dass wir in Budapest erfolgreich sein werden.»

Man kann immer dazulernen

Alle acht Expertinnen und Experten des SwissSkills Teams sind schon mehrfach an Euro- oder WorldSkills mit dabei gewesen. Dass ihnen eine besondere Rolle zukommt, zeigt auch der Umstand, dass fünf von ihnen gleichzeitig Chef- bwz. stellvertretende Chefexperten in der internationalen Jury sind. So war denn auch das Bewertungssystem ein Schwerpunktthema an der Expertenschulung. Darüber hinaus wurde das neu erarbeitete Vorbereitungskonzept thematisiert. Neu war dabei, dass bereits in dieser Phase Teamleader Laurent Seppey einbezogen wurde und speziell für die Expertinnen und Experten eine Sequenz zum Thema «Motivation und Coaching» durchführte.

René Engetschwiler, Experte im Maurerberuf, engagiert sich zum vierten Mal an den EuroSkills. Für ihn ist der Erfahrungsaustausch unter den Expertinnen und Experten sehr wichtig, um daraus für sich selber Schlüsse ziehen zu können, beispielsweise in Fragen der subjektiven Bewertung. «Auch wenn man schon länger dabei ist, man kann immer wieder dauzulernen», betont der St. Galler. Mit seinem Wettkämpfer, dem Appenzell Innerrhoder Stefan Hersche, wird er in den kommenden Monaten sechs Mal für 3–4 Tage in der Maurerhalle des Baumeisterverbandes Kanton St. Gallen in Gossau trainieren. Im dichtgedrängten Vorbereitungsprogramm gehören neben vielen individuellen Trainingsstunden aber auch noch drei Teamweekends, eine Medienschulung und der Materialverlad, damit die beiden und das gesamte SwissSkills Team optimal vorbereitet an den EuroSkills antreten kann.

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