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Goldschmiede-Meisterschaft für die Schweizer Lernenden

Die Schweizer Goldschmiede-Meisterschaft hat am 6. Mai 2019 traditionsgemäss in Luzern die Preise verliehen. Im traditionsreichen Zeugheer-Saal des Schweizerhofs wurden die Gewinner gefeiert und die Schmuckstücke ausgestellt.

61 Schmuckstücke sind dieses Jahr entstanden. Die Schweizer Goldschmiedemeisterschaft bietet den Goldschmiede-Lehrlingen im Abschlussjahr eine spannende Chance, sich untereinander zu messen und sich effizient auf die Abschlussprüfung vorzubereiten. Im Zeugheer-Saal im Hotel Schweizerhof in Luzern fand dieses Jahr wieder die würdige Preisverleihung statt. Nach einem intensiven dreitägigen Wettkampf im Bereich Technik und einer zwei Monate dauernden Arbeit in der Sparte Design sind auch dieses Jahr ausserordentlich wieder hochwertige Schmuckstücke entstanden. Auch bei kleinerem Teilnehmerfeld konnte die Qualität dieses Jahr sehr hoch gehalten werden. Die Preise sind mit 1000.- bis 4000.- Franken dotiert. Zusätzlich hat die Jury für vier herausragende Leistungen im Designwettbewerb Belobigungen vergeben. 

Das diesjährige Designthema heisst „Fatum“

(lateinisch für Bestimmung, Schicksal, Weissagung)

Silber hat seit jeher einen unbeschreiblichen Zauber. Die oft als überirdisch beschriebene Farbe und seine emotionale Ausstrahlung bescheren unserem Schmuckmetall seinen ganz eigenen Stellenwert. Extreme Reflexionsfähigkeit, Verformbarkeit von massig bis hauchdünn, gute Legierbarkeit oder seine antibakterielle Wirkung sind nur einige Eigenschaften, die Silber so faszinierend machen. So hat es seinen unbestrittenen Platz in Mythen, Märchen und Erzählungen erhalten. In den Geschichten von Feen, Elfen und Zwergen steht Silber für uralte, unbezahlbare Schätze von legendenhafter Schönheit, die mit besonderen Kräften ausgestattet sind. Starke Attribute wie Reinheit, Magie, Unberührtheit gehören zum weissesten aller Edelmetalle.

Was ist Deine Haltung zu Bestimmung, Omen, Fügung oder Schicksal?

Zu diesem Thema war ein tragbares Schmuckstück mit einem passenden Konzept herzustellen und termingerecht einzureichen. Der zur Verfügung gestellte Barren konnte frei verarbeitet werden und musste zumindest teilweise Verwendung finden. Das Wettbewerbsstück soll dabei massgebend vom Silber geprägt sein.

Faszinierende Designqualität

Das Thema hat fasziniert und ein wunderbares Kreativitätsspektrum der 22 eingereichten Designstücke ergeben. Alba Rivera von der Ecole d’Arts Appliqués in La Chaux-de-Fonds hat mit ihrem Schmuck „Memento Mori“ ein organisch bewegliches Schulterstück geschaffen, das poetisch den Tod, der uns das ganze Leben lang begleitet, symbolisiert. Ludovic Bonvin von Frieden Creative Design in Thun gewinnt den Konzeptpreis. Mit „Kopf oder Zahl“ kreiert er einen Ring, der eine Hand symbolisiert und auf Knopfdruck die Münze werfen kann. Mit dem Jurypreis wird „Roulette Russe“ von Maria Castellani der Ecole d’Arts Appliqués in La Chaux-de-Fonds geehrt. Ihr Ring in Form einer Revolvertrommel wird, aufgesteckt auf einen Finger, zur symbolisierten Waffe und dem makabren Symbol für das Schicksal. Vier Teilnehmende wurden aufgrund herausragender Leistungen mit je einer Belobigung geehrt: Fréderique Burkhalter mit „#free periods“, Ophélie Frêne mit „Miroir mon beau Miroir“, Amonrat Huangching mit „Chiromancie“, alle drei von der Ecole d’Arts Appliqués in La Chaux-de-Fonds und Jean Lehnen mit „Eternel renouvellement“ von der Ecole technique de la Vallée de Joux.

Schweizermeister in Technik

Für die technische Schweizermeisterschaft durften die 39 Teilnehmenden ein vorgegebenes Stück in 750 Geldgold innert 22 Stunden herstellen. Gemäss einer technischen Zeichnung und einem Vorlagestück wurde von Freitag bis Sonntag präzise Arbeit geleistet. In der Werkstatt der Berufsschulen in Zürich und in La Chaux-de-Fonds wurde eifrig gearbeitet. Wohnen durften die Teilnehmenden des Technikwettbewerbs in dieser Zeit in der Jugendherberge.

Daniel Fornos Diaz, Sieger im ersten Rang der Kategorie Technik von der Firma Chopard & Cie SA in Meyrin zeigte sich überglücklich. Im zweiten Rang brillierte Ramona Habib von der Firma SE Création Sàrl in Genève und im dritten Rang Sini Anliker der Firma Rüthy Goldschmiede GmbH in Bern. Als ideale Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung werteten auch dieses Jahr alle Teilnehmer die Technikmeisterschaft. Die Preisverleihung wurde von Ilona Schwippel, Schmuckgalerie in Lausanne, in französischer und Andreas Kobler, Türler Zürich, in deutscher und Sprache moderiert.

Willkommene Unterstützung aus der Branche Dank der Unterstützung der Firma Altmann Casting als Hauptsponsor, sowie Bijoutil Werkzeuge, diamondservices.ch Branchen-Software, Gyr Edelmetalle, Frieden Creative Design, Locherschmuck, Blue Peacock Diamonds, dem Branchenverband VSGU und sowie der weiteren Sponsoringpartner Frischknecht-Frühauf Fournituren, Chopard S.A., Obrist Interior, Bosshart Goldschmied und Gold‘Or wurde der Wettbewerb für die Lehrabsolventen überhaupt möglich.

Text von Christoph Brack

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