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Strategic Action Plan – WorldSkills bleibt «up to date»

WorldSkills ist als Organisation stark gewachsen. Dadurch sind gewisse Reformen nötig, über die zurzeit diskutiert wird.

WorldSkills hat sich über die Jahre stark entwickelt. Waren es 2003 noch 673 Teilnehmer und 35 Mitgliedsländer, werden es in Kazan 2019 ca. 1'300 Teilnehmende und rund 60 von 80 Mitgliedsländern sein. Die Zahl der teilnehmenden Länder hat zugenommen und damit auch die Zahl der Wettkämpfer. Und es entstehen z. B. aufgrund der Digitalisierung neue Demonstrationsberufe, deren Verbände und Vertreter den Zugang zu WorldSkills anstreben.

Vor diesem Hintergrund und mit dem Ziel einer generellen Qualitätssteigerung muss WorldSkills Strukturen und Prozesse überarbeiten, was zurzeit auf internationaler Ebene geschieht. Nach regionalen Videokonferenzen fand am 5. und 6. Juni 2018 in London ein regionales Treffen der interessierten Mitgliedsländer statt, an welchem Christine Davatz (offizielle Delegierte und Delegationsleiterin) und Rico Cioccarelli (techn. Delegierter) SwissSkills vertraten. Gemäss ihrem Bericht herrscht ein echter Wille zur Verbesserung sowie eine gute offene Diskussionsbereitschaft.

In verschiedenen Workshops wurden am Meeting in London die fünf folgenden Themenkomplexe diskutiert: 

  1. Nachhaltigkeit und Strukturen der Wettkämpfe
  2. Aufnahme bzw. Ausscheiden von Berufen bei WorldSkills
  3. Infrastrukturfragen- und Beziehung zu den Austragungsländern
  4. Führung der Gesamtorganisation
  5. Bedingungen und Anforderungen für die Teilnahme an den WorldSkills

Die Grösse und die zunehmende Komplexität der WorldSkills bringt die Länderorganisationen, welche die Wettkämpfe durchführen, organisatorisch und auch finanziell an die Grenzen. Zudem besteht die Gefahr, dass das angestrebte hohe Niveau einer Weltmeisterschaft nicht mehr erreicht werden kann. Deshalb müssen die Wettkämpfe kleiner werden, was die Anzahl Berufe bzw. Teilnehmer, aber auch die Grösse der Länderdelegationen betrifft. Rico Cioccarelli brachte die Idee einer Vorselektion ein: «An den WorldSkills sollten nur diejenigen Berufe eines Landes vertreten sein, welche an den letzten beiden Wettbewerben mindestens ein Diplom erreicht haben. Für andere sollte es eine Vorselektion geben, an der sie sich für die WorldSkills qualifizieren oder wiederqualifizieren können.»

Durch eine solche Selektion würden die Wettkämpfe kleiner und zugleich würde deren Qualität gesteigert. Es könnten nämlich nur die Besten der Besten teilnehmen. Diese Idee einer Vorselektion dürfte weiterverfolgt werden; in zahlreichen Videokonferenzen und einem weiteren Meeting in Hongkong vom 25.–26. Juli 2018 wird die Diskussion fortgesetzt.