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Beweglich bleiben führt zum Erfolg

Eine Berufslehre zum Möbelschreiner, Silbermedaillengewinner an WorldSkills, Kursleiter, Berufsschullehrer, WorldSkills-Experte. Stationen, die Tobias Hugentobler in seiner beruflichen Laufbahn bisher erfolgreich durchlaufen hat. Heute ist er Inhaber und Geschäftsführer eines Schreinereibetriebs im thurgauischen Braunau. Mit 13 Mitarbeitenden konzipiert, designt, plant und realisiert er neben Möbeln und Wohnobjekten auch komplette Inneneinrichtungen und Umbauten für private und gewerbliche Kunden. «Um erfolgreich zu sein, muss man immer flexibel bleiben und mehr Einsatz zeigen als der Durchschnitt», hat ihn seine eigene Karriere gelehrt: «Das gilt für die Teilnahme an Berufswettbewerben ebenso wie im Berufsleben.»

«Mein Ehrgeiz war, zu lernen ein Ziel zu erreichen»

An seine Teilnahme an den WorldSkills 2001 in Seoul erinnert sich der heute 40-jährige Thurgauer noch sehr gut. Am ersten Wettkampftag habe er das Gefühl gehabt, es sei nicht schlecht gelaufen, weiss er noch. Trotzdem sei er in der Teilbewertung nicht einmal unter den ersten zehn Plätzen erwähnt worden. Als es ihm am zweiten Tag wirklich nicht wie gewünscht lief, schienen ihm seine Konkurrenten viel weiter zu sein. «Sich dadurch nicht beirren zu lassen war nicht einfach», erzählt er heute. Die Entscheidung, seine eigene Arbeitsweise durchzuziehen, war am Ende aber genau richtig und er wurde dafür mit der Silbermedaille ausgezeichnet. «Es war mein Ehrgeiz etwas erreichen zu wollen und zu lernen ein Ziel zu erreichen. Das hilft in allen Lebenslagen», ist er überzeugt. 


«Durchschnittliche Leistung reicht nicht aus»

Seit 2015 engagiert sich Tobias Hugentobler als Experte im SwissSkills Team und hat 2017 seinen Wettkämpfer Sven Bürki in Abu Dhabi sogar zu einer Goldmedaille geführt. «Wenn etwas nicht so läuft wie erwartet oder Maschinen nicht funktionieren, ist flexibles denken für die gut ausgebildeten Schweizer Berufsleute jeweils eher ein Vor- als ein Nachteil», gibt er seinen Schützlingen als Tipp mit. Und ebenso wichtig: «Für den Erfolg muss man mehr Einsatz leisten als der Durchschnitt, in kleinen Schritten denken und immer wieder ein neues Ziel verfolgen.»

Genau nach diesem Prinzip hat er den eigenen beruflichen Werdegang ausgestaltet. Nach seiner Berufslehre Ende der 1990er Jahre hat er sich Schritt für Schritt weitergebildet, zum Beispiel an der Höheren Fachschule in Biel zum Holztechniker HF, mit einem Nachdiplomstudium in Kunst und Design oder auch durch ein Zertifikatsstudium in Innovationsmanagement an der Fachhochschule St. Gallen. Darüber hinaus ist ihm die Berufsbildung ein grosses Anliegen. So ist er als Experte sowohl international im SwissSkills Team als auch im Verband Schweizerischer Schreinermeister- und Möbelfabrikanten VSSM engagiert. Und was er den jungen Berufsleuten mitgibt, lebt er auch in seinem Betrieb. «Unser Geschäft entwickelt sich verstärkt vom klassischen Schreiner zum Gesamtdienstleister im Wohnbereich. Hier muss man sich ständig dem veränderten Umfeld anpassen oder noch besser: einen Schritt voraus sein.» Einen solchen Schritt hat er jüngst wieder realisiert. Mitte März dieses Jahres hat er in Wil nämlich einen neuen Showroom eröffnet, wo er den Kunden seine Wohn-Innovationen live zeigen kann.