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Hightech unter Highstress

Lausanne - Vom 23. – 25. September 2010 haben an der Ecole technique - Ecole des métiers in Lausanne die schweizweit besten Lernenden der Berufe Automatiker, Elektroniker und Konstrukteure ihr Können unter Beweis gestellt und ihre Schweizermeister erkoren. Unter den Augen zahlreicher Besucher und der strengen Experte mussten innerhalb enger Zeitvorgaben äusserst anspruchsvolle Aufgaben erfüllt werden. Die Bestplatzierten haben nun die Möglichkeit, sich für die Berufsweltmeisterschaften (WorldSkills) 2011 in London zu qualifizieren.

Für die 34 besten Berufslernenden in den vom Branchenverband Swissmem betreuten Hightech-Berufen Automatiker/in, Elektroniker/in und Konstrukteur/in waren während der drei Wettbewerbstage hohes Konzentrationsvermögen, Flexibilität und technisches Geschick gefragt: Innerhalb enger Zeitvorgaben galt es vor den Augen der zahlreichen Besucher und Experten äusserst anspruchsvolle Aufgaben zu lösen. So standen zum Beispiel das Programmieren komplexer elektronischer Schaltkreise, die Installation von Automationsanlagen oder die Visualisierung von komplizierten technischen Objekten auf dem Programm.


Die Besten der Besten – und die Motiviertesten

Um an diesen Berufsmeisterschaften mitzumachen, braucht es viel. Die Lernenden müssen nicht nur eine Gesamtnote 5.3 vorweisen, um sich überhaupt anmelden zu können. Darüber hinaus werden auch Empfehlungen der ausbildenden Betriebe und der Berufsschulen erwartet. Umso erfreulicher, dass eine steigende Zahl von Interessenten zu verzeichnen war, wie der Verantwortliche für die Berufs-Schweizermeisterschaften bei Swissmem, Paul Hüppi, betont. «Das zeigt, wie hoch der Ausbildungsstand unserer Lernenden ist, und dass das Interesse an den Berufsmeisterschaften wächst. Unsere jungen Berufsleute wollen zeigen, was sie können.»

Das haben sie in der Vergangenheit auch international immer wieder erfolgreich getan. Seit der ersten Teilnahme an den WorldSkills, 1997, haben Swissmem-Kandidaten bis heute jedesmal mindestens eine Medaille an den Berufs-Weltmeisterschaften erkämpft. Letztmals 2009 in Galgary, wo Andre Reusser als Konstrukteur eine Silbermedaille mit nach Hause brachte.


Strenge Bewertung überzeugender Leistungen

Insgesamt 15 Experten beobachteten die Arbeiten der jungen Talente und bewerteten diese nach Aspekten wie Geschwindigkeit, Qualität und Verhalten in unplanbaren Stresssituationen. Die Experten zeigten sich jedoch sehr zufrieden mit den diesjährigen Kandidaten. «Alle liegen nahe beieinander, die Bewertung war schwierig, da mussten wir schon sehr genau hinsehen.», meinte denn auch Tibor Heckmann, Experte bei den Automatikern.

Die meisten Punkte gesammelt und damit die Medaillen an der Schweizer Berufsmeisterschaft 2010 gewonnen haben:


Automatiker/in (Zweierteam)

Gold: Reto Meier, msw, Winterthur & Adrian Kamer, WIFAG Berufsbildung, Bern

Silber: Quentin Mettraux, Polytype SA, Fribourg & Steven Rämi, msw, Winterthur

Bronze: Janis Ita, Ammann Schweiz AG, Langenthal & Thomas Ziegler, Tecan AG, Männedorf


Elektroniker/in

Gold: Nicolas Koller, Metrohm AG, Herisau

Silber: Mario Jaun, Lehrwerkstätten, Bern

Bronze: Basil Brunner, msw, Winterthur


Konstrukteur/in

Gold: Pascal Brunner, Bühler AG, Uzwil

Silber: Felix Zurbriggen, Bühler AG, Uzwil

Bronze: Christof Perren, Lernzentren LfW, Zürich

 

Auf dem Weg zu den WorldSkills London 2011

Die bestplatzierten Berufslernenden der Schweizermeisterschaften werden am 16. November 2010 im Rahmen der Fachmesse Prodex in Basel den endgültigen Qualifikationswettbewerb für die Berufsweltmeisterschaften (WorldSkills) 2011 in London austragen.


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