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Grossaufmarsch der IT-Elite

Einen wahren Grossaufmarsch der Schweizer IT-Elite erlebte die Basler Berufs- und Bildungsmesse vom 14. – 16. Oktober. 80 junge Informatik-Cracks stellten sich den anspruchsvollen Aufgabenstellungen in den Berufen IT/Software-Applikations-Entwickler/in, Webdesigner/in und Netzwerktechniker/in. Luzi Bruder aus Seengen/AG, (Applikationen), Sebastian Häni aus Heitenried/FR, (Webdesign), und der letztjährige Schweizermeister Tobias Meier aus Neuhausen/SH (Netzwerktechnik) holten Gold und haben im Dezember die Chance, sich für die WorldSkills Competitions 2011 in London zu qualifizieren.

Aus über 400 Mitbewerberinnen haben sich die jungen Informatiker in Regionalausscheidungen für die diesjährige Schweizermeisterschaften der Informatikberufe qualifiziert. Darüber hinaus wurden die besten Lehrabgänger dieses Jahres und bereits erfolgreiche Teilnehmer an den letztjährigen Schweizermeisterschaften nach Basel eingeladen. So trafen sich an drei Tagen 10 Software-Entwickler/innen, 29 Webdesigner und 41 Netzwerktechniker/innen, um die besten ihres Faches zu ermitteln. Damit war die 8. Schweizermeisterschaften von SwissICT, des Schweizerischen Verbandes der Informations- und Kommunikationstechnologie die grösste Schweizermeisterschaft in diesem Berufsfeld, die je durchgeführt wurde.

Aufgaben auf WorldSkills-Niveau

Es wurde viel erwartet von den IT-Spezialisten. «Die Hauptaufgabe ist, viele Dinge parallel zu machen und den Überblick nicht zu verlieren», sagte der Netzwerktechniker Patrick Recher dazu, «ich bin gerade total im Stress, aber die Challenge macht Spass und ich will gut abschneiden.» Und er hat gut abgeschnitten, wurde er doch Zweiter in seiner Kategorie.
Dass bei den Netzwerktechnikern auf höchstem Niveau gearbeitet wurde, dafür sorgte Florian Meier, Bronzemedaillengewinner an den WorldSkills 2009 in Calgary, der die Aufgaben auf Weltmeisterschafts-Niveau zusammengestellt hat. «Ich habe unheimlich viel von der WorldSkills-Teilnahme profitiert, und dadurch sehr gute Berufschancen eröffnen können. Davon will ich auf diese Weise etwas zurückgeben.», erklärt er sein Engagement.

IT-Berufe, die unbekannte Welt

Die Informatikbranche bietet vielfältige Berufsmöglichkeiten. So wurde erst vor wenigen Wochen das Reglement für eine ganz neue Ausbildungsrichtung von Bundesseite genehmigt. Neben den anspruchsvollen Richtungen in Support, Systemtechnik, Applikationsentwicklung, Mediamatik, kann neu auch eine zweijährige Attestausbildung zum Informatikpraktiker als Berufseinstieg gewählt werden. «Gerade deshalb wollen wir an solchen Publikumsmessen die vielfältigen Berufschancen im IT-Sektor zeigen.», erläutert Alfred Breu, Leiter Berufsbildung, und meint lakonisch: «Wer gut ausgebildet, leistungswillig und nicht gerade ein Betonkopf ist, dem droht in unserer Branche eine interessante Karriere.» Denn obwohl die aktuelle Lage zufriedenstellend ist, wird auch im IT-Sektor in den kommenden Jahren der Bedarf an gut ausgebildeten Fachleuten stark wachsen.

Hohe Erwartungen für London 2011

Wer an diesen Schweizermeisterschaften bestehen konnte, hat schon eine hohe Hürde genommen. Trotzdem müssen sich die jeweils besten zwei aus jeder Berufskategorie noch einmal beweisen. Am 8. und 9. Dezember werden sie in Bern gegeneinander antreten und eine Aufgabe unter höchstem Zeitdruck erfüllen müssen, bevor dann das Teilnehmer-Trio für die WorldSkills 2011 in London bestimmt wird. Schliesslich wird dort ein ähnlicher Erfolg wie im letzten Jahr in Calgary erwartet, wo die Schweizer IT-Delegation mit einer Gold- und einer Bronzemedaille sowie einem 5. Rang ein Spitzenresultat erreicht hat.

Rangliste

IT/Software-Applikation (Office Professional)

Gold: Luzi Bruder, Chestonag Automation AG, Seengen/AG
Silber: Sandra Schmid, BSI AG, Erlinsbach/AG
Bronze: Patrick Rütter, Ortsbürgergemeinde St. Gallen, St. Gallen

Webdesign

Gold: Sebastian Häni, RUAG Electronics, Heitenried/FR
Silber: Matthias Winzeler, Bundesamt für Informatik, Bern
Bronze: Thomas Charrière, Futurecom AG, Herrliberg/ZH und ex aequo
Johan Chavaillaz, Centre Professionnel Porrentruy, Bassecourt/JU

Netzwerktechnik

Gold: Tobias Meier, (BMS), Neuhausen/SH
Silber: Patrick Recher, Swisscom AG, Ittingen/BL
Bronze: Fabian Gonzalez, UBS AG, Zürich

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