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Berner Oberländer sind die Coolsten

Im sommerlich-sonnigen Gordola/TI wurden am 11.9. die wohl coolsten Schweizermeister erkoren. 17 Kältemonteure und 2 Haustechnikplaner mussten in rund 5 Stunden ihr fachliches Können zeigen um die besten jungen Berufsleute ihre Standes zu ermitteln. Die Berner Oberländer Ueli Tschanz (Kältemonteur, Interlaken) und Marcel Kammer (Haustechnikplaner, Thun) überzeugten die strengen Experten am meisten und holten sich Goldmedaillen in ihren Disziplinen.

Knapp die Hälfte aller Lernenden des 4. Lehrjahres haben sich gemeldet, um bei den Berufs-Schweizermeisterschaften der Kältemonteure, organisiert vom Schweizerischen Verein für Kälteberufe, mitzumachen. Nicht wenige davon, um einmal Wettkampfluft zu schnuppern, um sich für die bevorstehende Lehrabschlussprüfung vorzubereiten. Obwohl dies für Claudio Müller, Sekretär der Berufsbildungskommmission und Fachlehrer nicht die Grundidee der von ihm organisierten Veranstaltung ist. Vielmehr sieht er in der Berufsmeisterschaft die Möglichkeit, bei den Lernenden einen gesunden Berufsstolz zu wecken. Und nicht zuletzt, um Werbung für diesen wenig bekannten Beruf zu machen. «Der Markt würde noch deutlich mehr Fachleute aufnehmen können, einige Lehrbetriebe finden nur schwer geeignete Lehrlinge.», meint er zur aktuellen Situation auf dem Lehrstellenmarkt.

 

Einfache Aufgabe, aber streng bewertet

Die Aufgabenstellung war dem Ausbildungsstand der Teilnehmer angepasst und somit eher einfach, jedoch durchaus praxisbezogen. Es musste eine Löt- und Biegearbeit mit einem CU-Rohr ausgeführt werden sowie ein Magnetventil fachgerecht ersetzt werden. Umso genauer schauten die Experten die Resultate an. Ziel war, dass die Kandidaten die Grundfertigkeiten perfekt beherrschen und darüber hinaus Aspekten wie Arbeitsmethodik und Unfallverhütung genügend Beachtung schenken.

Trotz der vergleichsweise einfachen Aufgabe müssen die jungen Schweizer Kältemonteure den internationalen Vergleich nicht scheuen. Angesprochen auf die Teilnahme an den kommenden WorldSkills Competitions in Londen im nächsten Jahr meinte Claudio Müller: «Wir haben uns etwas von den internationalen Wettbewerben zurückgezogen. Die deutlich tieferen Bewertungskriterien an diesen Meisterschaften entsprachen nicht unserem Qualitätsstandard.»

 

Ein überraschter Sieger und ein neuer Anlauf

Dennoch hat sich eine Gruppe engagierter Berufsleute gefunden, die eine Teilnahme in London ermöglichen werden. Den Schweizer Berufsstand wird dabei jedoch der letztjährige Sieger, Etienne Cristini aus dem Tessin vertreten.

Auch der aktuelle Schweizermeister, Ueli Tschanz aus Interlaken könnte sich vorstellen, an einer Berufs-Weltmeisterschaft teilzunehmen. Dazu hätte er dann 2013 in Leipzig wieder eine Möglichkeit. Für ihn ist dies jedoch noch in weiter Ferne. Vorerst wird er sich auf die Lehrabschlussprüfung konzentrieren. Zum Wettbewerb sagte er: «Dass ich gewonnen habe, hat mich schon überrascht. Es war sehr stressig, aber auch eine tolle Erfahrung, so unter Druck arbeiten zu müssen.»

Gleichzeitig mit den Monteuren weitteiferten auch zwei Haustechnikplaner um den Meistertitel. Auch hier hatte ein Berner Oberländer die Nase vorn. Marcel Kammer aus Thun heisst der neue Schweizermeister in dieser Berufsgattung.

 

Rangliste Kältemonteure

  1. Rang  Ueli Tschanz, Interlaken (Alpiq InTec AG)
  2. Rang  Oliver Zwahlen, Belp (KWT Kälte-Wärme-Technik AG)
  3. Rang  Swen Bürki, Wimmis (F. Zaugg AG)

 

Rangliste Haustechnikplaner Kälte

  1. Rang  Marcel Kammer, Thun (Alpiq InTec AG)
  2. Rang  Kevin Mattenberger, Uster (Baumgartner Kühlanlagen AG)
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