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Auf nach Budapest

In unserer Spezial-Rubrik stellen wir bis zu den EuroSkills in Budapest jeden Monat ein Teammitglied vor. Heute Lea Meier aus Zollbrück.

Dass die Dekorationsmalerin EFZ gerne mit Farben arbeitet, ist naheliegend. Neben ihrem Beruf interessiert sie sich aber noch für ganz anderes.

Auch zwei Jahre nach dem Lehrabschluss arbeitet Lea Meier noch in ihrem Lehrbetrieb, der G. Beck AG in Hasle-Rüegsau (BE). Dabei war der Chef ziemlich skeptisch, als sie sich als erste junge Frau für die Lehrstelle als Dekorationsmalerin EFZ interessiert hatte. Da sie sich aber als beste Bewerberin erwies, erhielt sie die Lehrstelle – heute sind vier der fünf Mitarbeitenden Frauen. 

Klare Berufswahl

Das Lea Meier einen handwerklichen Beruf lernen würde, war schon früh klar: «Ich war als Kind viel lieber draussen als im Haus und half meinen Brüdern auf dem Feld und im Wald.» Heute kommt sie noch im Sommer dazu, denn «im Heuet braucht es uns alle.» Schon damals zeigte sich, dass mir das Handwerkliche besonders liegt.» Und da Lea Meier die Arbeit mit Farben liebt, war die Berufswahl schnell klar. Sie schätzt die verschiedenen abwechslungsreichen Arbeiten mit unterschiedlichen Materialien und «dass ich am Abend sehe, was ich den ganzen Tag gemacht habe».  

«Ich will gewinnen»

Welches Ziel hat sich Lea Meier für die EuroSkills gesetzt? «Ich will gewinnen», sagt sie spontan. Um dann doch noch hinzuzufügen: «Natürlich soll der Wettkampf und die Zeit in Budapest auch Spass machen.»

Qualifiziert hat sich Lea Meier mit dem zweiten Rang an den Schweizermeisterschaften 2016. Die damalige Siegerin Sandra Lüthi nahm 2017 an den WorldSkills in Abu Dhabi teil und setzte mit der Silbermedaille die Messlatte für Lea Meier hoch. Entsprechend intensiv wird Lea Meiers Training für die EuroSkills. Ab Juni trainiert sie in einer sog. Arbeitskoje, einem Raum mit drei Wänden und einer offenen Seite. An den Wänden wird sie verschiedene Tätigkeiten üben und das Arbeiten mit unterschiedlichen Materialien und Techniken vertiefen. Diese Anordnung wird Lea Meier auch am Wettkampf in Budapest antreffen. «Ich werde Arbeiten nach detaillierten Aufgabenstellungen ausführen. Das Hauptmodul ist ein Design mit Schrift und einer Skizze, die ich ohne Hilfsmittel in grossem Format von Hand auf einer der Wände anbringen muss.» Zu weiteren anspruchsvollen Malerarbeiten wird Lea Meier auch ihr Können im Tapezieren beweisen. Den letzten Teil der Koje können die Teilnehmenden mit einer frei wählbaren Technik gestalten. Darauf bereitet sich Lea Meier schon jetzt vor.

Betreut wird Lea Meier von ihrem Experten Andreas Marbacher