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Packen, verladen und ab damit

Beim letzten Treffen des SwissSkills Teams vor den EuroSkills Ende September stand auf dem Programm, was vor jeder Reise sein muss. Das Gepäck – in diesem Fall Werkzeuge, Maschinen und Arbeitsgeräte – wurde noch einmal kontrolliert, gut verpackt und verladen, bevor es nach Budapest transportiert wird. Darüber hinaus gab es eine letzte Motivationsspritze für das Team.

Für Landmaschinenmechaniker Simon Rüedi war der Materialverlad eine kurze Sache, er hatte nämlich überhaupt keine Werkzeugkiste zu packen. In seinem Beruf werden alle Geräte und Werkzeuge vor Ort zur Verfügung gestellt, damit alle Teilnehmenden mit denselben Voraussetzungen an den Start gehen können. «Kein Problem», sagt der 22-jährige Berner: «Eine Schieblehre ist eine Schieblehre und ich kenne alle Geräte bestens von meiner täglichen Arbeit.»

Trotzdem hat er sich mit der ganzen Schweizer Delegation am vergangenen Samstag auf dem Gelände der RUAG in Emmen getroffen, wo alle Hilfsmittel für den Wettkampf fein säuberlich kontrolliert, verpackt und für den Transport per Sattelschlepper nach Ungarn verladen wurden. 

Schwere Maschine im Gepäck

Schon etwas mehr kam da für Stefan Hersche zusammen. In einer nigelnagelneuen Kiste hat der 23-jährige Maurer verschiedenste Maurerkellen, Wasserwaagen und sogar Bleistifte zum Anzeichnen verpackt, zusammen gute 100 Kilogramm Material. «Vorher musste ich noch etwas vertrocknetes Magenbrot herausnehmen», erzählt der Appenzeller lachend. Das hatte er nach dem letzten Training in der Kiste liegen lassen.

Das wohl umfangreichste und sicher schwerste Sortiment nimmt wohl der Aargauer Pascal Gerber mit nach Budapest. «Weil wir die in unserem Beruf sehr vielseitigen Aufgaben nicht im Detail kennen, haben wir zur Sicherheit mehr als genug eingepackt», erklärt der 21-jährige Spengler. So hat er je ein gutes Dutzend verschiedene Hämmer und Blechscheren sowie verschiedenste Schal- und Falzeisen eingepackt. Das grösste und schwerste Teil im Sattelschlepper wird auf jeden Fall die fast 250 Kilogramm schwere Abkantmaschine sein, die er notfallmässig mitnehmen muss, weil vor Ort zu wenige davon für alle Wettkämpfer zur Verfügung stehen. 

Spezialtischchen zum Herumschusseln

«Alles mögliche» habe sie eingepackt, erzählt auch Dekorationsmalerin Lea Meier aus dem bernischen Zollbrück: «Abdeckmaterial, Hilfsgeräte zum Konstruieren, tausende Malerrollen, Putzlappen und Kessel verschiedener Grösse zum Farbmischen.» Ihr Experte Andreas Marbacher hat zudem noch ein speziell kreiertes, klappbares Arbeitstischchen mit dabei. «So kann sie mehrere Malkessel gleichzeitig sicher aufstellen, damit diese nicht umfallen, wenn sie im Gehetze vielleicht etwas herumschusselt», erklärt er dazu schmunzelnd. Seine aufgestellte 21-jährige Wettkämpferin hakt lachend in breitestem Berndeutsch nach: «De chani dumm tue und züüg umeschlängge, ohni dass es uusläärt.»

Letzter Motivationskick

Dass das alles ordentlich aufgelistet, beschriftet und verpackt wird, hat die Offizielle Delegierte Christine Davatz im Griff. Sie stellt auch sicher, dass die umfangreichen Unterlagen für das strenge Einfuhrprozedere nach Ungarn komplett und richtig ausgefüllt sind. «Das ganze Material kommt dann zuerst in ein Zwischenlager auf dem Wettkampfgelände und wird dort nochmal gemäss Reglement kontrolliert», erzählt sie. «Dann hoffen wir, dass alles auch rechtzeitig an den richtigen Arbeitsplatz gelangt, sonst löst das jeweils etwas Nervosität bei den Wettkämpfern aus.»

«Ich glaube, alle sind jetzt parat für die EuroSkills», sagt die langjährige Teamchefin: «Wichtig ist nun, dass sich Jede und Jeder im Team absolut auf den Wettbewerb fokussiert.» Einen letzten Kick dazu gab ihnen Motivationstrainer Andreas Schwaller, der seit Jahren Schweizer Curling-Nationalteams erfolgreich an internationalen Wettkämpfen coacht – wenn das kein guter Abschluss der Vorbereitungsphase ist, was dann? 

Am 23. September werden erst die Expertinnen und Experten, am 24. September dann die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer ihre Reise nach Budapest antreten.

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