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Einheitliches Bewertungssystem für 75 Meisterschaften und 1100 Teilnehmende

Damit im September die 75 Schweizer Berufs-Meisterschaften reibungslos über die Bühne gehen, muss aufwändige Vorarbeit geleistet werden, insbesondere auf Seiten der Berufsverbände. Fast 450 Expertinnen und Experten stehen bereits jetzt im Einsatz, um die Bewertungskriterien und deren Gewichtung in ihren Berufen festzulegen. Dabei setzen sie auf ein einheitliches Bewertungs-Tool, das Competition Information System (CIS), welches WorldSkills International den Mitglied-Ländern gratis zur Verfügung stellt.

Zuständig für die Bewertung der Teilnehmenden sind rund 450 ausgewiesene Expertinnen und Experten der jeweiligen Berufsverbände (Organisationen der Arbeitswelt OdA). Dabei nutzen sie an den SwissSkills 2018 erstmals ein Tool, das sich bereits an internationalen Berufsmeisterschaften, den World- und EuroSkills, bewährt hat: Das Competition Information System (CIS).

Dank des CIS wird die Bewertung am Wettkampf selber enorm erleichtert und beschleunigt. Vorausgesetzt, die Bewertungskriterien und Parameter sind im Voraus im Detail erfasst worden, erledigt das System alle Auswertungen und Folgeberechnungen automatisch. Die Expertinnen und Experten können sich während der Wettkämpfe voll und ganz auf die Beurteilung der Teilnehmenden konzentrieren. 

„Das CIS gibt Leitlinien vor, damit die Bewertung fair und nach einheitlichen Standards erfolgt. Es zwingt die Experten sich frühzeitig mit allen Detailfragen der Bewertung auseinander zu setzen. Die Bewertungskriterien müssen festgelegt und für jedes Kriterium eine entsprechende Gewichtung definiert werden“, erklärt Rico Cioccarelli, Leiter Wettbewerbe der SwissSkills 2018. Dies heisse nicht, dass dadurch weniger Arbeit anfalle: „Aber gerade für Verbände mit wenig Wettkampferfahrung oder jene, die an den SwissSkills 2018 erstmals Wettkämpfe durchführen, bietet unser CIS-Projekt eine grosse Unterstützung in der Vorbereitung.“

Erfahrene Skills Advisors als Unterstützung

SwissSkills 2018 stellt den Verbänden sogenannte Skills Advisors zur Verfügung. Es handelt sich um amtierende oder ehemalige Chefexperten der WorldSkills. Sie stehen den Berufsverbänden bei der Ausarbeitung der Wettkämpfe und den Bewertungskriterien sowie der Umsetzung im Competition Information System (CIS) zur Seite.

Bereits wurden zwei Workshops gemeinsam mit den Wettbewerbsverantwortlichen der Berufsverbände und den Skills Advisors durchgeführt. Wie genau die Kriterien aber im Einzelnen aussehen, ist nun Sache der Berufsverbände und wird bis im Juni festgelegt. Im Kern geht es darum, dass die jeweiligen Wettbewerbsverantwortlichen die Rahmenbedingungen eines Wettkampfs festlegen: Welche Aufgaben sollen gestellt werden? Was gibt wie viele Punkte? Wann gibt es Abzüge und wieviel für welche Abweichung? Wie wird bewertet, mit einem ja/nein Kriterium, subjektiv nach Noten oder objektiv mit einer Masseinheit? Das ist eine hochkomplexe Angelegenheit, auch deshalb, weil es in jedem Beruf ganz unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen gilt.

Investition für die Zukunft

Mit dieser intensiven Aufbauarbeit wird der Grundstein gelegt für eine längerfristige Nutzung des CIS, auch nach den SwissSkills 2018: denn das CIS kann meisterschaftsübergreifend genutzt werden. So können Leistungsvergleiche über mehrere Meisterschaften hinweg gezogen werden und es wird möglich, die Entwicklung von Meisterschaftsteilnehmenden zu analysieren. Auch lässt sich im Zeitverlauf feststellen, ob Bedarf besteht, gewisse Aspekte der jeweiligen Berufsausbildung anzupassen. „Das ist der grosse Nutzen dieses Projekts. Unmittelbar steht uns nicht weniger Arbeit bevor. Aber wir generieren einen tollen Mehrwert und investieren für die Zukunft“, so Rico Cioccarelli.