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Carrosseriebranche feiert sich und drei neue Schweizermeister

Aus und vorbei: Der zum vierten Mal vom Schweizerischen Carrosserieverband (VSCI) organisierte und im Oberaargau durchgeführte Branchenevent ist Geschichte. Rund 2700 Besucherinnen und Besucher pilgerten zum zweitägigen Anlass in die Hallen der «Carrosserie Langenthal AG» (Calag), wo zwei Tage lang Informationen, Geselligkeit, Networking und Action geboten wurden.

Beinahe 50 Firmen nahmen an der Fachausstellung teil, präsentierten an ihren Ständen ihre aktuellen Techniken, ihre Ideen und die modernsten Produkte rund um den Lack und die Carrosserie-Reparaturen. Dazu lockten verschiedene Fachvorträge – beispielsweise zu den Themen «Digitalisierung», «Kommunikation in der Schadensabwicklung» oder zu «Repair-Pedia» – das Online-Wissensportal für Werkstatt und Schadenexperten.

Auftakt für den Champions Club

Der Verband spielte auch in diesem Jahr eine wichtige Rolle am Branchenevent in Langenthal. Einerseits präsentierten seine Mitglieder das Label «Top-Ausbildungsbetrieb» und andererseits den neu gegründeten «Carrosserie Champions-Club». Dessen oberstes Ziel ist es, für die Handwerksberufe der Branche junge interessierte Menschen zu gewinnen und sie während der Lehrzeit an Berufsschulen und den überbetrieblichen Kursen zu fördern. Für diese Tätigkeit stellen sich zahlreiche junge Berufsleute zur Verfügung, die schon einmal an einer Schweizermeisterschaft oder Weltmeisterschaft teilnahmen.

Berufsmeisterschaften als grosse Attraktion

Zu einem regelrechten Publikumsmagneten haben sich mittlerweile die Schweizermeisterschaften der Carrosserieberufe entwickelt: Sie gehören heute zum Branchenevent wie der Schnee in die Skiferien. Neun Fahrzeugschlosser, 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Berufssparte Carrosserielackierer/in und zehn aus der Sparte Carrosseriespengler/in kämpften in Langenthal um die Krone des jeweiligen Landesmeisters oder der Landesmeisterin. Und das mit vollem Engagement. Wie zum Beispiel Fahrzeugschlosser Richard Matzinger von der Firma Moser AG in Steffisburg, der sich nach zwei strengen Prüfungstagen zum neuen Schweizermeister küren liess. Sein Fazit: «Heute hat alles gepasst. Mir sind keine Fehler unterlaufen, und ich konnte voll konzentriert durcharbeiten.» Aber hat der Berner seine Leistungen auch als goldmedaillenwürdig taxiert? «Zumindest grössere Hoffnungen habe ich mir schon gemacht», räumt er lachend ein. 

Frauenpower

In der Berufssparte «Carrosserielackier/in» gaben die Damen mit einem Dreifachsieg den (Farb)Ton an: Michelle Fischer (Auto von Bergen AG, Meiringen) gewinnt die Silbermedaille, Rebekka Ott (Carrosserie Lang GmbH, Seewen) holt Bronze. Und Aurélie Fawer (Carrosserie Spiez AG) sichert sich nicht nur den Nachhaltigkeitspreis für ihr materialschonendes Arbeiten, sondern auch gleich noch den Schweizermeistertitel. Dies, obwohl ihr der eine oder andere Fehler unterlaufen ist und sie deshalb zwischenzeitlich den Fokus verloren hat: «Ich musste mich zwingen, die kleinen Missgeschicke aus meinen Gedanken zu streichen und vorwärts zu schauen», verriet die 19 Jahre junge Berufsfrau kurz nach der Siegerehrung. 

Aurélie Fawer und Sandro Sägesser reisen nun im kommenden August nach Russland, um dort an der Weltmeisterschaft (World Skills) die Schweizer Landesfarben zu vertreten.

Carrosseriespengler/in: Das sind die Medaillengewinner

1. Sandro Sägesser – Carrosserie Zumbrunn AG, Sissach
2. Morgane Riva – Garage Carrosserie du Nant d’Avril, Meyrin
3. Jonathan Vieira – Carrosserie AGC SA, Les Acacias

Carrosserielackierer/in: Das sind die Medaillengewinner

1. Aurélie Fawer – Carrosserie Spiez AG, Spiez
2. Michelle Fischer – Auto von Bergen AG, Meiringen
3. Rebekka Ott – Carrosserie Lang GmbH, Seewen

Fahrzeugschlosser: Das sind die Medaillengewinner

1. Richard Matzinger – Moser AG, Steffisburg
2. Louis Meier – Emil Frey AG, Safenwil
3. Nico Gut – Bertschi AG, Dürrenäsch

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