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Berufs-Botschafter auf allen Kanälen

Wenn junge Schweizer Berufsleute an Berufs-Weltmeisterschaften teilnehmen, stösst dies auf breites Medieninteresse, speziell bei lokalen und regionalen TV- und Radiostationen. Wie man am besten damit umgeht, lernte das SwissSkills Team an einer intensiven Medienschulung in Lostorf. 

Für die meisten der 42 jungen Berufsfrauen und -männer des SwissSkills Teams war es eine ganz neue Erfahrung, vor einer Kamera oder einem Mikrofon auf die Journalistenfragen zu antworten. Um zu lernen wie man damit am besten umgeht, traf sich die Schweizer Delegation für die WorldSkills 2019 im suissetec Bildungszentrum in Lostorf zu einem intensiven Schulungstag in Sachen Medien. «Es war cool, mal so vor der Kamera zu stehen, ich habe das zum ersten Mal so intensiv erlebt», erzählt dazu Denise Stöckli aus Stans im Kanton Nidwalden. Für die 21-jährige Bekleidungsgestalterin ist es ungewohnt, dass plötzlich so ein Medienrummel um die eigene Person gemacht wird. Trotzdem habe sie eigentlich keine Angst davor, interviewt zu werden und diese Medienschulung gebe ihr etwas Sicherheit, zu wissen, was sie in einer solchen Situation machen müsse, fasst sie den Tag zusammen.

Behandelt wurden aber nicht nur Interviewsituationen mit Print-, Radio- oder TV-Journalisten, auch der Umgang mit den diversen Social-Media-Känalen wie Facebook, Instagram oder Youtube wurde aufgezeigt.

Professionelles Medientraining im Stundentakt

Nicht weniger als sieben Medienprofis aus allen Sparten führten die knapp 100 Mitglieder der Schweizer Delegation in die Welt der Medien ein und liessen jede und jeden Einzelnen in je einem einstündigen Workshop einmal vor der TV-Kamera und einmal vor dem Radiomikrofon eine reale Interviewsituation erleben. Sanitär- und Heizungsinstallateur Patrick Grepper fand es anfänglich schon schwierig, auf was man alles achten muss, wenn man interviewt wird. Er hat bisher erst Interviews mit Zeitungsjournalisten erlebt. «Wenn man sich das nicht gewohnt ist, hört sich die eigene Stimme extrem komisch an. Das hat mich am Anfang recht erstaunt», meint der 21-jährige Wettkämpfer aus dem urnerischen Seedorf.

Schulungsleiter Daniel Deicher war begeistert und gleichzeitig zufrieden mit den Medien-Neulingen. Ihm war vor allem wichtig, den jungen Berufsleuten zu zeigen, wie sie die Freude an ihren tollen Berufen nach aussen in die Bevölkerung tragen können. Und besonders, dass sie die Faszination daran junge Menschen weitergeben, die selber eine Berufswahl treffen müssen. Und wie hat der erfahrene Medienprofi die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer erlebt? «Das ist eine hochmotivierte und engagierte Truppe, die stolz darauf ist, im SwissSkills Team zu sein. Und das spürt man auch.»

Bloggen oder Insta-Stories?

Ist Instagram der richtige Kanal für meine Community oder soll ich einen Blog einrichten? Kann ich die nötigen Inhalte auch während des Wettkampfes und darüber hinaus bewältigen? Diese und andere wichtige Fragen wurden an der Medienschulung in einem separaten Workshop behandelt.

Mit diesem Rüstzeug werden die Top-Berufsleute zu eigentlichen Ambassadoren für die Schweizer Berufsbildung. Ob für die eigene Berufskarriere, die Ausbildungsbetriebe und Arbeitgeber oder für die jeweiligen Verbände: Sowohl die Wettkämpfer als auch ihre Experten sind wertvolle Botschafter für ihre Berufe.

Zum nächsten gemeinsamen Vorbereitungsevent trifft sich die Schweizer Delegation bereits kommenden Monat wieder, am 12. bis 14. April zum zweiten Teamweekend in Spiez.

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