Skip to navigation (Press Enter) Skip to main content (Press Enter)

Weltmeister werden beginnt im Kopf

Vom 17. bis 19. April lud SwissSkills zum zweiten Teamweekend ein. Im Seminar ‚No Limits’ lernten die 40 jungen Berufsleute des SwissTeams erst sich selber und ihre Grenzen kennen, um dann in mehreren Arbeitssequenzen genau diese zu überwinden. Auch Teambildung war ein wichtiges Thema an diesem sonnigen Wochenende – nicht nur in praktischen Übungen, sondern ebenso durch Geselliges und Genussvolles aus dem Gastkanton Tessin.

In malerischer, fast schon mediterraner Umgebung, im ‚Mezzana’, der landwirtschaftlichen Berufsschule des Kantons Tessin, traf sich das SwissSkills Team vom 17. bis 19. April zum zweiten Teamweekend. ‚No Limits’ hiess das Motto des zweitägigen Seminars, das vom erfahrenen Trainer Edi Schwertfeger und seinem Team geleitet wurde. Und ihre Grenzen lernten die 40 Kandidatinnen und Kandidaten kennen, um sie unter Anleitung zu überwinden.
Zuerst aber lernten sie sich durch einen Hirn-Dominanz-Test selber besser kennen, fanden heraus, welchem Lerntyp sie angehören und wie das Gehirn eigentlich funktioniert. «Im Hirndominanztest teilten wir unser Team in vier Gruppen ein, die Absichernden, Gefühlvollen, Experimentierenden und die Radikalen. Es war spannend, unsere Teamkollegen so besser kennen zu lernen», erzählt dazu Elektroinstallateur Daniel Mosimann im Teamtagebuch. Edi Schwertfeger zeigte ihnen auf, mit welchen Tricks man seine Leseleistung verdoppeln kann oder wie leicht sich das menschliche Gehirn manipulieren lässt.

Praktisch die eigene Komfortzone verlassen

Daneben standen eine Reihe praktischer Übungen auf dem Programm, die im Zeichen der Überwindung der eigenen Grenzen und der Teambildung standen. So zerschlugen die darin ungeübten Berufsleute mit der richtigen Technik zwei 28 mm dicke Holzbretter, zerrissen mit blossen Händen Schnüre und liefen mit nackten Füssen über Glasscherben. Hier und beim ‚Spinnennetz-Spiel’ war auch Teamarbeit gefragt. Wie schafft man es, das ganze Team durch das Netz zu bringen, wenn man jede Lücke nur zweimal benutzen darf, lautete die Aufgabe. «Bei diesem Spiel kam es vor allem auf das Teamwork an», erinnert sich Anlagenelektriker Fabian Ulmann.

Regionale Genüsse im Tessiner Ambiente

Teambildung der genüsslichen Art war speziell am Samstagabend eingeplant. Ein Besuch in der kleinen Brauerei San Martino in Stabio bot einen spannenden Einblick in die Tessiner Braukunst. Die besonderen Biere konnten natürlich im Anschluss verkostet werden. Gekrönt wurde der Abend mit einer traditionellen Polenta in der Grotto Bundi am Fuss des Monte Generoso. Der Tessiner Klassiker wird hier über dem Feuer zubereitet und in Variationen mit Steinpilzen, geschmortem Rind- oder Kaninchenfleisch serviert. Ein Genuss für die hungrige Gruppe, der durch die einzigartige Landgasthausatmospähre des über 80-jährigen Hauses komplettiert wurde und für alle Herausforderungen des Tages entschädigte.

Nach zwei Tagen konzentrierter Arbeit, bei der auch der Spass nicht zu kurz kam, zeigte sich Seminarleiter Edi Schwertfeger sehr zufrieden mit den jungen Berufsprofis: «Alle haben ganz toll mitgemacht», fasst er zusammen und betont: «Ein sehr gutes, motiviertes Team, das spürt man richtig.»
Als nächstes erwartet die Schweizer Delegation ein weiteres Training, dieses Mal zum richtigen Umgang mit den Medien. Das dritte und letzte Teamweekend wird von 4. - 5. Juli in Crans-Montana durchgeführt.

 

Teamtagebuch - Für das SwissSkills Team gibt’s keine Grenzen

Am Freitagabend, 17. April reisten wir individuell nach Mendrisio und bezogen unsere Zimmer im neuen Centro professionale del verde. Anschliessend genossen wir ein Abendessen.

Wie funktioniert unser Hirn?

Am Samstagmorgen begann das offizielle SwissSkills Teamweekend, durchgeführt von Edi Schwertfeger zum Thema „No Limits“.

Dabei lernten wir in einer ersten Sequenz unser Hirn kennen und stellten unsere Hirndominanz fest. Wir teilten unser Team in vier Gruppen ein – grün, rot, gelb und blau. Die Farben beschreiben die verschiedenen Dominanzarten: grün = die Absichernden, rot = die Gefühlsvollen, gelb = die Experimentierenden, blau= die Radikalen. Es war spannend, unser Team so besser kennen zu lernen.

In einer zweiten Sequenz stellten wir mit einem kurzen Lerntest fest, welcher Lerntyp wir sind. Wir befassten uns auch mit den verschiedenen Techniken, wie wir möglichst schnell und effizient einen Text lesen können. Dabei stellten wir fest, dass man mit ein bisschen Übung und wenigen Mitteln die Leseleistung verdoppeln kann.

Die dritte Sequenz befasste sich damit, wie unser Hirn funktioniert. Wir erfuhren am eigenen Leib, wie schnell man im Unterbewusstsein manipuliert werden kann. Das ganze Team fiel rein bei einfachen Wörtern wie Morgenstern, Abendstern, Polarstern, Zwergelstern: Die Vogelart Zwergelstern wurde auch als Stern gelesen.

Nach dem Mittagessen ging es aktiv weiter: Wir verliessen die Komfortzone, um unsere Grenzen zu sprengen. Dabei zerrissen wir mit blosser Hand Schnüre. Am Ende des ersten Tages liefen wir über Scherben, um das Thema „Barrieren im Leben“ zu praktizieren.

Danach holte uns der Car ab und wir genossen eine Führung in der regionalen Bierbrauerei „Bad attitude“, wo wir verschiedene Biere degustierten. Den ersten Tag schlossen wir mit einem gemeinsamen Abendessen ab; wir genossen die regionalen Gerichte.

Mentale Hochleistung

Am Sonntagmorgen spielten wir einen Lottomatch mit verschiedenen Aufgaben – einige schienen unlösbar. Eine Aufgabe bestand darin, die Zeit abzuschätzen, wie lange jemand braucht, um 100 Dinge, darunter auch Binärzeichen, auswendig in der richtigen Reihenfolge vor- und rückwärts aufzuzählen. Wir schätzten weit über 1000 Stunden. Edi Schwertfeger sagte, es wäre in einem Bruchteil einer Stunde machbar. Er schrieb seinen Tipp auf einen Zettel und gab diesen einer Person. Wir lernten verschiedene Techniken, um mit Hilfe von Bildern und Geschichtsabläufen die Dinge auswendig zu lernen. Wir schafften es dann in etwa 15 Minuten und trafen so die von Edi gebotene Zeit.

Nach dem Mittagessen hiess das Thema „Selbstbewusstes denken und handeln“. Wir trafen uns draussen vor einem Spinnennetz. Die Aufgabe lautete, die komplette Gruppe durch die einzelnen Löcher hindurch zu bringen – dabei durfte jedes Loch nur zweimal benutzt werden. Bei diesem Spiel kam es auf das Teamwork und die Zusammenarbeit an.

Das Seminar „No Limits“ schloss mit einer mentaler Hochleistung: Wir brachen zwei 28 Millimeter dicke Bretter mit der Hand!

Mit einem gemeinsamen Abschluss beendeten wir das zweite Teamweekend und traten mit vielen Eindrücken den Heimweg an.

Daniel Mosimann, Elektroinstallateur
Fabian Ulmann, Anlagenelektriker

Alle Bilder in dieser Galerie anzeigen Pressematerial zu diesen News anzeigen