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Polybauer küren neue Schweizermeister

Am 20. August 2016 gingen im Bildungszentrum Polybau in Uzwil die Schweizer Meisterschaften der drei Fachrichtungen Abdichten, Dachdecken und Fassadenbau über die Bühne. 18 junge Polybauer gaben unter den Augen zahlreicher interessierter Besucher ihr Bestes.

Bereits um sieben Uhr ging es los und die Luft roch rasch nach geschmolzenem Kunststoff und frisch gesägtem Holz. Schnell war klar: Hier wird mit Vollgas gearbeitet. Im Bildungszentrum Polybau in Uzwil traten am 20. August 2016 18 Polybauer aus drei verschiedenen Fachrichtungen gegeneinander an.

Flachdächer – modern und dicht

In der Kategorie Abdichten mussten unter Zeitdruck Kunststoffdichtungs- und Bitumenbahnen verbaut und verschweisst werden. Diese Arbeit kommt bei Flachdächern zum Einsatz und sorgt dafür, dass diese dicht bleiben. Nach insgesamt 6.5 Stunden schweisstreibender Arbeit konnte sich Patrik Angst der Firma Hans Ramseier aus Flawil die Goldmedaille sichern. Die Silbermedaille ging an Kerim Hut. Renato Gallicchio durfte die Bronzemedaille nach Hause nehmen. «An der Arbeit als Abdichter gefällt mir vor allem, dass man oft unter freiem Himmel arbeiten kann und es sehr abwechslungsreich ist. Am liebsten schweisse ich die zweite Lage, auf welche die Schutzschicht aufgetragen wird», so der Sieger Patrik Angst über seinen Beruf.

Mehr als eine schöne Fassade

In der Kategorie Fassadenbau traten ebenfalls vier Kontrahenten gegeneinander an. Die Teilnehmer mussten eine Wärmedämmung auf ein einseitig verputztes Mauerwerk verbauen. Die Fassadenbauer hatten insgesamt 7 Stunden Zeit, um ihre Aufgabe so weit wie möglich zu erfüllen und durften sich dabei nicht vom interessierten Publikum oder den aufmerksamen Augen der Experten ablenken lassen. Am besten gelang die Fassade Kevin Räbsamen der Firma Vogel Holzbau aus Dietfurt: «Das Spannende am Fassadenbau ist für mich, wenn ich nach getaner Arbeit am Gebäude vorbeikomme und dann sagen kann, dass diese Fassade von mir erstellt worden ist.» Der zweite Platz ging an Manuel Wespi, dicht gefolgt von Mario Thalmann.

Schwindelfreie Dachdecker

Bei der dritten Kategorie war die Konkurrenz am grössten. Insgesamt zehn ehrgeizige Polybauer zeigten in der Disziplin Dachdecken, was sie während der Lehre gelernt haben. Mit sicherem Tritt bewegten sich die Teilnehmer auf den schrägen Übungsdächern und legten als erstes die Dämmungsschichten im Unterdach. Als zusätzliche Schwierigkeit musste ein Fenster in das Dach eingebaut werden. Zu guter Letzt wurde das Dach mit Faserzement Dachschiefer verkleidet. In dieser Kategorie holte sich Patrick Güttinger von Streule + Alder AG aus Rorschach die Goldmedaille. Die Silbermedaille ging an Rafael Hilfiker, während sich Christian Bärtschi über die Bronzemedaille freuen durfte. «Am liebsten arbeite ich auf alten Dächern, denn diese besitzen oft viele interessante Schnörkeleien, Türmchen oder Dachkehlen. Ausserdem sind alte Dächer nicht immer topfgerade. Solche Dächer finde ich schön und spannend», so Patrick Güttinger über seine Lieblingsdächer.

Für die Weltmeisterschaft üben

Neben den unter Zeitdruck stehenden Teilnehmern der Meisterschaft waren auch die vier Kandidaten der kommenden Weltmeisterschaft in Warschau anwesend. In Uzwil hatten sie ihr eigenes Übungsdach zur Verfügung und nutzten den Anlass, um sich ein wenig an das Arbeiten vor Publikum und an die Wettbewerbssituation zu gewöhnen.

Strickleiter, Slackline und Beauty-Oase

Neben dem Hauptevent gab es im Bildungszentrum Polybau noch mehr Interessantes zu erleben. Vor dem Gebäude führte eine wacklige Strickleiter in schwindelnder Höhe zu einer Kranplattform. Mit einer Kletterausrüstung gesichert, konnten sich mutige Besucher dieser Herausforderung stellen und ganz oben den Ausblick über Uzwil geniessen. Wem die Strickleiter zu gewagt war, konnte sein Geschick auch auf einer Slackline unter Beweis stellen. Höhepunkt im Aussenbereich stellte die Jump-Line-Show dar – dem begeisterten Publikum wurde spektakuläre Akrobatik auf der nur 50 mm breiten Slackline geboten. Wer sich nach diesen Events etwas Ruhe gönnen wollte, hatte die Möglichkeit, sich in der Beauty-Oase mit einer Manicure oder einer Handmassage verwöhnen zu lassen.

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