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Jubiläum: Zehn Jahre Schweizer Goldschmiede-Meisterschaft!

Im Terrassensaal des Kunstmuseums Luzern KKL fand am Montag 28. April zum zehnten Mal die Preisverleihung der Schweizer Goldschmiede-Meisterschaft 2014 statt. In den Sparten Design und Technik sind trotz relativ kleinem Jahrgang ganze 71 Arbeiten der Goldschmiede im vierten Lehrjahr hergestellt worden!

Die Schweizer Goldschmiedemeisterschaft hat eine zehnjährige Tradition! Daniel Gut von der gleichnamigen Uhren-Bijouterie in St. Gallen und Christoph Brack, Brack&Gut AG in Winterthur, als Organisatoren, bieten den Goldschmiede-Lehrlingen im Abschlussjahr eine spannende Chance, sich untereinander zu messen und sich effizient auf die Abschlussprüfung vorzubereiten. Der Terrassensaal war auch dieses Jahr voll und die Spannung unter den jungen Goldschmiedinnen und Goldschmieden wie immer sehr gross. Nach einem intensiven dreitägigen Wettkampf im Bereich Technik und einer zwei Monate dauernden Arbeit in der Sparte Design sind hochwertige Schmuckstücke entstanden. Die Preise sind mit 1000.- bis 4000.- Franken dotiert. Zusätzlich hat die Jury für drei herausragende Design-Leistungen Belobigungen vergeben.

„archaic modern“ heisst das Thema im Designwettbewerb

Die Meister der Antike, genauso wie ihre Nachfahren im Mittelalter und in der Renaissance haben uns unschätzbares Wissen über die Bearbeitung von Gold, Edelsteinen und Perlen hinterlassen. Junge Goldschmiede stehen also in einer langen, handwerklichen Tradition.

Der Gegentrend zur fortschreitenden Globalisierung in den vergangenen Jahrzehnten besteht in der Wiederentdeckung von Traditionen und Handwerken. Die aktuelle Design- und Modewelt ist geprägt von Beispielen, wie aus alten Handwerkstechniken modernes oder sogar futuristisches Design entstehen kann. Gerade im Schmuck ergeben sich aus dem Nachspüren der physischen und metaphysischen Gestaltungskraft alter, archaischer Techniken neue kreative Ansätze. So haben die Teilnehmenden alte Techniken in die Moderne übersetzt und ein tragbares Schmuckstück mit einem passenden Konzept hergestellt und termingerecht eingereicht. Allen Teilnehmenden wurden Feingold-Granalien der Gyr Edelmetalle AG kostenlos zur Verfügung gestellt, welche innerhalb des Themas verarbeitet werden mussten.

Innovation im Designwettbewerb

Die Gewinnerstücke in Design zeigen ein wunderbar innovationsgeladenes Spektrum.
Daniel Schilliger, von „René’s Atelier für Schmuck in St. Gallen, hat eine perfekt geschmiedete Anhängerkugel kreiert, die nicht nur ästhetisch sondern auch zweckmässiges Behältnis für Medikamente ist. Zoé Fournier von der Ecole d'Arts Appliqués de La Chaux-de-Fonds erhält für ihren blütenförmigen Ring den Konzeptpreis. Auch der Jurypreis geht mit Laurène Kohler an die Schule in Lausanne. Sie hat Gold, den potenziellen Auslöser menschlicher Gier, frech in Szene gsetzt.

Schweizermeister in Technik

Für die technische Schweizermeisterschaft mussten die Teilnehmenden ein vorgegebenes Stück in 750 Geldgold innert 22 Stunden herstellen. Gemäss einer technischen Zeichnung und einem Vorlagestück wurde von Freitag bis Sonntag präzise Arbeit geleistet. In der Werkstatt der Berufsschule Weggismatt und Genf wurde an insgesamt 39 Arbeitsplätzen eifrig gearbeitet. Wohnen durften die Teilnehmenden des Technikwettbewerbs in dieser Zeit in der Jugendherberge.

Benjamin Anken, Sieger in der Kategorie Technik, zeigte sich überglücklich. Im zweiten Rang brillierte Elia Niederkofler und im dritten Rang Géraldine Kunzle.
Als ideale Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung werteten auch dieses Jahr alle Teilnehmer die Technikmeisterschaft, die jener punkto Zeitdrucks gleiche. Die Preisverleihung wurde von Susan Sagherian, Trendforscherin aus Küsnacht, in deutscher und Ilona Schwippel, Schmuckgalerie in Lausanne, in französischer Sprache moderiert.

Willkommene Unterstützung aus der Branche

Dank der Unterstützung der Firma Altmann Casting als Hauptsponsor, sowie Bijoutil Werkzeuge, Blue Peacock Diamonds, Frieden Creative Design, Gyr Edelmetalle und dem Branchenverband VSGU sowie der weiteren Sponsoringpartner Diadoro Schmuck, Leo Marty Schmuck, Frischknecht-Frühauf Fournituren und Pfalzer & Co Schmuck wurde der Wettbewerb für die Lehrabsolventen überhaupt möglich.

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