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Ehemalige geben Knowhow an die «Neuen» weiter

Irina Tuor ist als Fachfrau Gesundheit 2017 in Abu Dhabi zur Weltmeisterin gekürt worden. Jetzt gibt sie dem aktuellen Berufs-Nationalteam ihre Erfahrungen weiter, damit es sich noch besser auf den Wettkampf in Kazan vorbereiten kann.
«Es werden Tage kommen, an denen ihr Vieles schwarz seht», wendet sie sich an ihre Nachfolgerinnen und Nachfolger im SwissSkills Team: «Denkt dann an das Schöne, Positive und Gute das ihr bisher geleistet habt. Seid während der ganzen Zeit euch selbst. Glaubt an euch und gebt nicht auf. Ihr seid jetzt schon Gewinner. Und vergesst nicht das Erlebnis auch zu geniessen.»
 

«Ich finde es wichtig, Erfahrungen weiterzugeben» 

Die 21-jährige Bündnerin besuchte das aktuelle SwissSkills Team am zweiten Teamweekend Mitte April in Spiez. Zusammen mit ihren Kolleginnen und -kollegen aus dem Jahr 2017 erzählte sie den Wettkämpferinnen und Wettkämpfern des diesjährigen Berufs-Nationalteams von ihren Erlebnissen. Sie habe sich daran erinnert, wie es für sie gewesen sei, damals mit den Ehemaligen zu sprechen. «Je mehr man von den Erfahrungen anderer hört, desto besser kann man sich den Ablauf vorstellen», ist sie überzeugt: «Vielleicht können die diesjährigen Teilnehmenden auch wieder Kraft schöpfen, wenn sie in ein Tief geraten und dann daran denken, was wir ihnen empfohlen haben.» So oder so würden sie alle neue Seiten an sich selber entdecken und Grenzen kennenlernen, weiss die Gesundheitsfachfrau aus eigener Erfahrung. «Deshalb ist es wichtig für sie von uns zu erfahren, dass sie nicht allein sind, sondern ein ganzes Team hinter ihnen steht.» 

Viel mitgenommen für den weiteren Berufsweg

Irina Tuor selber hat mehr als eine Goldmedaille aus ihrem WorldSkills-Jahr mitgenommen. Besonders prägend sei der Zusammenhalt im Team gewesen, erzählt sie. Ausdauer habe sie gelernt und nicht aufzugeben. Nach Abu Dhabi absolvierte sie einen Sprachaufenthalt in Australien und hat danach wieder in ihrem Beruf gearbeitet. Seit Herbst 2018 besucht sie den einjährigen Passerelle-Lehrgang in Sargans, womit sie danach Zugang zu einem universitären Studium erhält. «Die Erfahrung im SwissSkills Team hilft mir heute, weil ich auch in diesem Lehrgang Phasen erlebe, in denen ich am liebsten aufhören würde. In solchen Momenten erinnere ich mich an die WorldSkills-Vorbereitungen und die Wettkämpfe selber. Daraus schöpfe ich wieder Kraft, weil ich weiss: 'was ich dort geschafft habe, kann ich auch jetzt wieder schaffen'.» Bereits Anfang Juli wird sie den ersten Teil ihrer Schlussprüfungen ablegen und gegen Ende August den Lehrgang abschliessen. Es ist anzunehmen, dass sie diese Etappe auf ihrem Berufsweg ebenso erfolgreich meistert wie sie sich ihren Weltmeistertitel als Fachfrau Gesundheit erarbeitet hat.