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Die arabische Welt zu besuch auf dem Oeschberg

Die öga war dieses Jahr wieder der Austragungsort der traditionellen Berufsmeisterschaften der Landschaftsgärtner. Am 29. und 30. Juni nahmen zwölf Zweierteams aus allen Regionen der Schweiz daran teil. Das Siegerteam kommt aus der Zentralschweiz und hat sich für die Teilnahme an den WorldSkills qualifiziert, die vom 15. bis 18. Oktober 2017 in Abu Dhabi stattfinden.

Die öga bot für die Berufs-Schweizer-Meisterschaften der Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner den idealen Rahmen. Insgesamt nahmen zwölf Zweierteams aus der gesamten Schweiz an diesem zweitägigen Wettkampf teil. Zugelassen wurden Junggärtnerinnen und Junggärtner mit Jahrgang 1996 und jünger, welche gute Resultate bei den praktischen Prüfungen des Qualifikationsverfahrens hatten und die sich bei den regionalen Meisterschaften für die Schweizer-Meisterschaft qualifizierten. Organisiert wurden die Berufs-Schweizer-Meisterschaften von Rolf Struffenegger, Bereichsleiter GaLaBau bei JardinSuisse und Chefexperte Simon Hugi, Kuster Gärten, Mühleberg.

Jeder Millimeter zählt

Die 24 jungen Berufsleute mussten während zwei Tagen (rund 16 Stunden) sehr präzise arbeiten. Denn bei den Höhen und Längen kam es auf Toleranzen von zwei Millimetern an. «Die Pläne waren den jungen Berufsleuten erst am Morgen des ersten Wettkampftages bekannt. Das Werkstück mit einer Erdpyramide, einem Wasserbecken, einer kleinen Sitzmauer, Rollrasen, der Bepflanzung (Aloe vera, Sedum, Palmen) ornamentalen Flächen mit Rundkiespflästerung und halbtransparenten ‹Fenster› mit Blick ins Hinterland sollte auf die arabische Welt hinweisen», so die Idee von Simon Hugi.

Auch die Ordnung wird bewertet

Am ersten Tag erstellten die Junggärtner die Mauer, die Erdpyramide und das runde Wasserbecken, am zweiten Tag pflasterten sie mit Rundkies den ‹Innenhof›, legten Rollrasen und stellten das Holzparavent auf, an dem ein Panoramabild montiert wurde. 75 Kriterien mussten die Experten bewerten, insgesamt waren 100 Punkte möglich. «Die Teams haben alle sehr exakt gearbeitet. Nicht nur auf Genauigkeit kam es an, ebenso gab es Punkte auf die Arbeitssicherheit, die Ordnung am Arbeitsplatz und wie das Team zusammengearbeitet hat. Am ersten Tag erreichten alle Teams das Tagesziel, am Ende des zweiten Tages ging es hektisch zu, aber insgesamt war es ein fairer Wettbewerb, denn alle hatten die gleichen Bedingungen», erzählte der Chefexperte.

Zentralschweizer Gewinner

Der Höhepunkt des Abends war Melanie Oesch, die den Gewinnern die Medaillen und Blumensträusse überreichte. Rolf Struffenegger bedankte sich bei den Sponsoren, «ohne die so ein Wettbewerb gar nicht durchführbar gewesen wäre». Zur
Weltmeisterschaft nach Abu Dhabi wird das Zentralschweizer Team mit Benjamin Räber aus Herlisberg und Nils Bucher aus Sarnen fahren. Silber gewann das zweite Team aus der Zentralschweiz und Bronze das Team Bern. Auch Petrus vergoss Freudentränen, denn als die Gewinner auf das Siegertreppchen stiegen, schickte er kräftige Regentropfen vom Himmel.

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