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Stipendium bis zum Meister schon in der Tasche!

27.03.09

Christian Hiltbrunner aus Rohrbach (BE), Martin Frischknecht aus Heiden (AR) und Markus Schär aus Hagenwil bei Amriswil (TG) zählen zu den besten ihres Fachs.

Sie haben einen Beruf gewählt, der ihnen in zahlreichen Branchen einen tollen Job sichert. Sie gehören zu den besten ihres Fachs. Und sie haben das Stipendium für ihre Weiterbildung bis zum Meister oder bis zum Fachhochschulabschluss schon in der Tasche: Die drei Gewinner der diesjährigen Swiss Skills für Landmaschinen-, Baumaschinen- und Motorgerätemechaniker wurden am 27. März 2009 im Bildungszentrum der SMU Aarberg gefeiert.

 

Eine wichtige Grundlage für unsere entwicklungsfähige Wirtschaft ist die Berufsbildung – immerhin drei von fünf Jugendlichen wählen diesen Ausbildungsweg und machen eine Lehre. Das ist gut so: denn die Lehre verbindet vom ersten Tag an Theorie mit Praxis und schulisches Wissen mit
Sozialkompetenz. Bildungsexperten bestätigen zudem, dass die Berufsbildung in der Schweiz auch in den europäischen Nachbarländern einen hervorragenden Ruf geniesst.
Unter den möglichen Lehren sind jene als Mechaniker für Landmaschinen, Baumaschinen und Motorgeräte besonders attraktiv; in den ersten drei Jahren ist das Lernprogramm für die drei Berufe gleich – erst im vierten Lehrjahr findet die Spezialisierung statt. Dank der sehr breiten und fundierten Ausbildung sind die späteren Absolventen in zahlreichen Branchen sehr gesucht.
Seit den achtziger Jahren finden für die Mechaniker der drei Berufsrichtungen die Swiss Skills statt, seit 2008 nun alljährlich. Im Rahmen der nationalen Berufsmeisterschaften absolvieren die Teilnehmer zwei Tage lang harte Tests. Am 26. und 27. März war es wieder soweit! Im Bildungszentrum der SMU Aarberg haben 13 Mechaniker bei den diesjährigen Swiss Skills mitgemacht. Paul Andrist, Schulleiter am Bildungszentrum der SMU Aarberg: «Wir haben aus 31 möglichen Kandidaten die 13 besten ausgewählt und zur Teilnahme an den Berufsmeisterschaften eingeladen. Qualifizieren konnten sich jene Lehrabgänger, die in den einzelnen regionalen Prüfungskreisen zu den drei besten zählten.» Die Meisterschaften fanden in Gruppen zu je vier Teilnehmern statt. Jede Gruppe stellte in den Disziplinen Mechanische Antriebe, Motoren, Elektrik und Hydraulik ihr Wissen und Können unter Beweis.

 

Gewonnen haben:

1. Christian Hiltbrunner, 21 Jahre alt, aus Rohrbach (BE)

Christoph Hiltbrunner hat ganz konkrete Vorstellungen von seiner Zukunft. Seine Faszination für Maschinen und Technik, die sich ständig weiterentwickeln, hat ihn dazu bewogen, Baumaschinenmechaniker zu werden. Diesen Beruf sieht Christian Hiltbrunner als ideale Basis für seine weitere berufliche Zukunft. Er möchte zunächst die Berufsmittelschule abschliessen und sich anschliessend an einer Fachhochschule zum Wirtschaftsingenieur ausbilden lassen.

Sein Motto: «Wenn du immer nur das tust, was du bereits kannst, bleibst du immer nur das, was du heute bist.»

 

2. Martin Frischknecht, 21 Jahre alt, aus Heiden (AR)

Martin Frischknecht faszinierten schon immer Maschinen und Geräte aller Art und Landmaschinen ganz im Besonderen. Landmaschinenmechaniker zu werden war deshalb der einzig richtige Weg für ihn. Martin Frischknecht freut sich, dass sein Beruf täglich neue Herausforderungen mit sich bringt, die angegangen werden können. Von seiner Zukunft hat er genaue Vorstellungen: In zwei bis drei Jahren möchte er mit der Werkstattleiterschule beginnen und später wenn möglich Lernende ausbilden.

Sein Motto: «Es gibt immer eine Möglichkeit, etwas zu lösen. Man muss sie nur finden.»

3. Markus Schär aus Hagenwil bei Amriswil (TG)

...hat sich für den Beruf des Landmaschinenmechanikers entschieden, weil er seit jeher grosse Freude an der Technik und an der Landwirtschaft hatte. Seine Leidenschaft ist es, defekte Maschinen und Motoren zu reparieren. Landmaschinenmechaniker ist deshalb genau der richtige Beruf für Markus Schär. Sein weiteres Ziel ist es, die Berufsmittelschule zu absolvieren und sich an einer Fachhochschule weiterzubilden.

Sein Motto: «Wenn man etwas anpackt, dann richtig! Mit Gott an meiner Seite, komm ich ans Ziel.»

Die drei Gewinner freuen sich nun nicht nur über ihre gute Platzierung. Sie werden auch in den kommenden Jahren von diesem Erfolg zehren: Auf ihrem Weg zum Meisterdiplom oder zum Fachhochschulabschluss erhalten sie Förderbeiträge über CHF 41’000 (1. Platz), CHF 35’000 (2. Platz) und CHF 30’000 (3. Platz). Zudem erhalten sie die Chance, ein Auslandspraktikum zu absolvieren.

 

 

 

Berufe bekannter machen

Die Swiss Skills sind für den Nachwuchs eine tolle Chance. Gleichzeitig helfen sie, die Branche und ihre Berufe bekannter zu machen. Bruno Andrey, Unternehmer, Landmaschinenmechanikermeister und als Präsident der Berufsbildungskommission des SMU-Fachverbands Metallhandwerk/ Landtechnik zuständig für die Swiss Skills: «Die Landmaschinen-,  aumaschinen- und Motorgerätebranche ist mit ihren faszinierenden Berufen in der Öffentlichkeit noch eher wenig bekannt. Deshalb ist es wichtig, dass die Berufsmeisterschaften einem breiteren Publikum Zugang zu unseren Berufen verschaffen. Bei den Meisterschaften kommt es nicht nur auf fachliches Können und Tempo an. Auch die Selbstkompetenz spielt eine nicht unwichtige Rolle. Die Swiss Skills helfen, die Kameradschaft und Verbundenheit unter den Berufskollegen zu stärken, den Berufsstolz zu fördern und die Teilnehmer zur Weiterbildung zu motivieren.»

 

 

 

Besuch bei Martin Meyers Ölmühle und Rapsöl-Blockheizkraftwerk

Als Teil des Rahmenprogrammes lernten die Teilnehmer der diesjährigen Swiss Skills einen langjährigen Partner des Bildungszentrums der SMU Aarberg kennen: Martin Meyer und das von ihm initiierte Projekt einer Ölmühle und eines Rapsöl-Blockheizkraftwerks in Suberg BE. Martin Meyer, ehemaliger Professor für Landtechnik an der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft in Zollikofen, setzt sich seit 20 Jahren für die Förderung nachhaltiger Energiegewinnung ein. Sein innovatives Projekt einer Ölmühle und eines mit Rapsöl betriebenen Blockheizkraftwerks soll die Kreisläufe der Gewinnung und des Verbrauchs von Energiestoffen in ländlichen Regionen entwickeln und fördern.

 

 

 

Rangliste: Swiss Skills 2009

1. Christian Hiltbrunner aus Rohrbach (BE)

2. Martin Frischknecht aus Heiden (AR)

3. Markus Schär aus Hagenwil bei Amriswil (TG)

4. Beat Gwerder aus Muotathal (SZ)

5. Thomas Wäspe aus Ganterschwil (SG)

6. Kilian Stadler aus Schönholzerswilen (TG)

7. Bruno Zurbrügg aus Spiez (BE)

8. Christoph Portmann aus Untersiggenthal (AG)

9. Tobias Schuler aus Rothenthurm (SZ)

10. Werni Felder aus Emmen (LU)

11. Michael Amhof aus Auw (AG

12. Christoph Baltensperger aus Höri (ZH)

13. Kaspar Kunz aus Brünigen (BE)

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