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Die eigenen Kräfte zentrieren

30.06.09

Am dritten Teamwochenende in Morges haben die 35 Kandidatinnen und Kandidaten nicht nur ihre Arbeitskleidung für die Worlds Skills 2009 in Calgary erhalten, sondern auch Ratschläge für das gezielte mentale Training.

«An den letzten Weltmeisterschaften waren es am Anfang nur wenige, die nach den Wettkämpfen das freiwillige Angebot für mentale Übungen in Anspruch genommen haben. Doch mit zunehmender Dauer ist die Gruppe stark gewachsen. Denn der Druck steigt im Verlauf des Wettkampfs massiv an», erklärt Jacqueline Mader, bevor sie die erste Übung demonstriert. Die Co-Teamleiterin zeigt den 35 jungen Schweizermeisterinnen und -meister mit Hilfe der Sophrologie, wie sie im Vorfeld der Weltmeisterschaften Rituale einüben können, die sich vor Ort wieder abrufen lassen. So können die eigenen Kräfte auch in hektischen Phasen zentriert und auf das Wesentliche fokussiert werden. Joana Ferreira (Schönheitspflege) sieht darin einen klaren Nutzen: «Mit diesen Übungen fühle ich mich leichter, lockerer und zugleich sicherer.»

 

Erich Burgener spricht von seinen Erfahrungen

Diese Technik eignet sich für alle Berufsgruppen, während sich die Vorbereitungen der einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten stark unterscheiden. Der Karosseriespengler Jérémy Magnin trainiert zum Beispiel vor allem während der Arbeit: «In meinem Betrieb kriege ich zurzeit alle besonders herausfordernden Aufträge. Zusätzlich kann ich noch eineinhalb Monate mit meinem ehemaligen Berufsschullehrer üben.» Das Training mit ihren Experten ist zwar auch für Frédéric Lorenz (Schweisser) und Jolanda Stgier (Konditor/Confisseur) wichtig. Allerdings müssen sie vorwiegend in ihrer Freizeit trainieren, weil die handwerklichen Anforderungen an den Weltmeisterschaften zu spezifisch sind für ihren Arbeitsalltag.   Am ersten Abend des Teamwochenendes hat Erich Burgener als ehemaliger Torhüter der Schweizer Fussballnationalmannschaft über die Motivation referiert und seine Erfahrungen vom Fokussieren auf entscheidende Momente weitergegeben.

 

Gemeinsame Aktivitäten

Die übrige Zeit hat das bereits gut geformte Team genutzt für sportliche Aktivitäten, den Besuch des modernen Berufsbildungszentrums «Ecole de la Construction» in Tolochenaz sowie zur Vorbereitung von «One school – one country» , eines Bildungsprojekts, an dem sich sämtliche Delegationen der Berufsweltmeisterschaft in Calgary beteiligen.

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