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Das Swiss-Team für die WorldSkills Calgary steht fest

26.03.09

Es ist soweit. Das letzte Mitglied unserer 80 köpfigen Delegation für die WorldSkills Competitions in Calgary hat sich letzten Sonntag einen Platz gesichert. 37 Kandidaten und Kandidatinnen werden sich vom 02. – 05. September 2009 einer starken internationalen Konkurrenz stellen.

Einfach wird die Aufgabe sicher nicht, denn rund 1000 Berufskollegen und –kolleginnen aus aller Welt, vom Autolackierer, über den Industrieelektroniker, die Schönheitspflegerin bis zum Web Designer wetteifern um die begehrten Weltmeistertitel. Auch sieben Berufsfrauen haben den Weg ins Schweizer Team geschafft. Carol Sidler, Mode Technikerin aus Sempach lässt sich vom hohen Männeranteil nicht beeindrucken: „Wir haben ja auch noch drei Expertinnen zur Verstärkung“, erklärt sie schmunzelnd.

 

Weltmeisterlicher Papierkrieg
Die Vorbereitungen im Hintergrund laufen schon seit Monaten auf Hochtouren. Anders ist der enorme administrative Aufwand für die Berufs-Weltmeisterschaften gar nicht mehr zu bewältigen. „Die Teilnahme an den WorldSkills Competitions bedeutet für uns einen gewaltigen Papierkrieg“, bemerkt SwissSkills Generalsekretär Ueli Müller sehr treffend. Die Stiftung wird von Bund, Gewerbe, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen sowie Berufsbildungsinstitutionen getragen und ermöglicht den jungen Schweizer Berufsleuten die Teilnahme an den Berufs-Weltmeisterschaften.

 

Intensive Vorbereitungen sollen Spitzenleistungen sichern
Bevor die Delegation losfliegen kann, organisiert SwissSkills diverse Schulungs-Sequenzen und Empfänge in der Schweiz. An den Teamweekends in Spiez, Tenero und Morges werden die jungen Berufsleute mental auf die WorldSkills Competitions vorbereitet. Eine intensive Medienschulung und diverse öffentliche Auftritte sollen den Teilnehmenden den richtigen Umgang mit dem grossen Medieninteresse lernen. Für die intensive fachliche Betreuung stellen die entsprechenden Berufsverbände jedem Kandidat und Kandidatin einen Berufsexperten zur Seite. Nur dank diesen intensiven Vorbereitungen sind die Teilnehmenden bereit, Leistungen auf Spitzenniveau zu bringen.

 

Rückschlüsse auf das Berufsbildungssystem
Berufsweltmeisterschaften bieten einzigartige Möglichkeiten für den Austausch von Erfahrungen und Beobachtungen über Kompetenzstandards in den Sektoren Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen der Weltwirtschaft. Die Fertigkeiten des Handwerks, zusammen mit technologischen Berufen und ihren häufig mehrfach qualifizierten Fachkräften, leisten einen wesentlichen Beitrag zum wirtschaftlichen und sozialen Wohlergehen der Bevölkerung in den teilnehmenden Ländern. „Dabei geht es auch darum, die hohe Qualität des dualen Ausbildungssystems der Schweiz erneut unter Beweis zu stellen. Die Öffentlichkeit soll erkennen, dass Berufsbildung eine attraktive Bildungsvariante ist“, fasst Hans Ulrich Stöckling, ehemaliger Regierungsrat St. Gallen und Stiftungsratspräsident SwissSkills zusammen.

Nach zwei ersten Plätzen in der Nationenwertung 2003 in St.Gallen und 2005 in Helsinki, sowie dem dritten Platz 2007 in Shizuoka (beste europäische Nation) ist der Erwartungsdruck an die Kandidatinnen und Kandidaten sehr hoch. „Unser Ziel ist auch dieses Jahr wieder die beste europäische Nation zu sein und einen Podestplatz zu erobern“, meint Delegationsleiterin Christine Davatz-Höchner.

 

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