Auspacken – Einrichten – Fertig – Los

09.12.10

Nun geht es wirklich los: Für Selina Derungs (GR), Dekorationsmalerin, Manuel Friedli (SO), Hufschmied, Mirco Gysin und Moreno Torroni (TI), Elektroniker und  Heidi Egli (AG), Motorradmechanikerin haben am Donnerstag die EuroSkills 2010 in Lissabon begonnen. Gegen rund 500 andere junge Berufsleute aus 31 Ländern kämpfen sie um den Titel der Europameisterin oder des Europameisters in ihren Berufen.

Es sind viele neue Eindrücke, die die fünf Schweizer Berufsleute in Lissabon verarbeiten müssen. Am Mittwoch konnten alle ihre Arbeitsplätze einrichten und erstmals ihre Konkurrenz kennenlernen. «Wer da neben einem arbeitet ist schon noch wichtig», meint dazu Selina Derungs, die neben dem deutschen Kandidaten arbeitet. Sie ist eine von vier jungen Frauen (die weiteren vertreten Luxemburg, Finnland und Lettland), die sich der anspruchsvollen Aufgabe stellen. Damit sind fast die Hälfte der insgesamt neun Dekorationsmalerinnen und -maler Frauen, die in Lissabon antreten.

 

Lieber zuviel als zuwenig Arbeitsmaterial

Wahrscheinlich sei sie am besten ausgerüstet, vermutet Selina Derungs, als sie die Arbeitsplätze ihrer Konkurrenz begutachtet. Lachend fügt sie hinzu: «Ich nehme eigentlich immer eher zuviel Arbeitsmaterial mit, zudem will ich meinen Kolleginnen und Kollegen nach dem Wettkampf etwas davon schenken, als Erinnerung.» Dass sie das überhaupt kann, ist dem Umstand zu verdanken, dass sie einen Materialsponsor gefunden hat und auch von ihrem Arbeitgeben mitnehmen durfte, was sie benötigt. So musste sie nicht selber für diese Kosten aufkommen.

 

Weniger Zeit und Überraschungen

Eine gute Ausrüstung ist viel wert, denn die Aufgabenstellung allein bedeutet eine grosse Herausforderung. So wird ihr neu weniger Zeit für die fünf Teilaufgaben zur Verfügung stehen. Eine weitere Überraschung erlebte Selina Derungs, als sie bemerkte, dass die zu verwendende Farbqualität nicht den Angaben im Vorfeld entsprach. «Die Qualtätsunterschiede bei der Farbe sind schon gross», sagt sie dazu und fügt bei: «und zudem konnten alle ausser wir Schweizer und die Österreicher mit der Originalfarbe trainieren.» Das wird ihre Arbeit nicht einfacher machen, trotzdem geht sie zuversichtlich in den Wettkampf. Drei Tage wird sie nun unter Hochdruck arbeiten, und vielleicht am kommenden Sonntag zur neuen Europameisterin gekürt.


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Selina Derungs am ersten Wettkampftag

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Heidi Egli auf "Fehlersuche" bei der Honda-Maschine

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Hufschmied Manuel Friedli beim Beschlagen eines Eisens.

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Die Elektroniker Mirco Gysin (links) und Moreno Torroni (rechts)

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Selina Derungs mit ihrem Experten Stefan Neuenschwander