Organisation
Die Stiftung SwissSkills stärkt das Ansehen der Berufsbildung in der Öffentlichkeit. Sie koordiniert die Schweizermeisterschaften in über 60 Berufen und ermöglicht jungen Berufsleuten die Teilnahme an den internationalen Berufsmeisterschaften. Bund, Kantone, Schulen und Organisationen der Arbeitswelt tragen die Stiftung gemeinsam.
Weitere Informationen zur Organisation der Stiftung finden Sie unter:
Letzte Meldungen aus dem Stiftungsrat
Ueli Emch und Joseph Fischer treten zurück
31.10.11
Die Vizedirektoren Ueli Emch, vormals CEO der Ruag Electronics als Vertreter der Arbeitgeber und Joseph Fischer als Vertreter der Arbeitnehmer treten aus dem Stiftungsrat von SwissSkills aus.
Ueli Emch hat sich seit 1988 für die Belange der Stiftung stark eingesetzt. 23 Jahre Engagement für die Berufswettbewerbe - diese ausserordentliche Leistung wird nur noch von Joseph Fischer übertroffen: Während sage und schreibe 37 Jahren hat er die Entwicklung der Berufsmeisterschaften gestaltet und begleitet – vom Komitee für Internationale Berufswettbewerbe über SWISSCOMPETENCE bis hin zu SwissSkills.
Mehr über diese spannende Zeit können Sie in der Zusammenfassung der von Joseph Fischer erstellten Chronik lesen.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Ueli Emch und Joseph Fischer für ihr Engagement für SwissSkills!
Impressionen
Neue Vizepräsidenten Gérard Constantin und Claudia Sassi
31.10.11
Gérard Constantin, Zentralvorstand des Verbands Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen und Claudia Sassi, stellvertretende Geschäftsleiterin SIC Ticino des KV Schweiz treten die Nachfolge im Vizepräsidium an. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Interview mit Ueli Emch
„Was wir gesät haben, kann nun weiter wachsen“
Während mehr als 20 Jahren engagierte sich Ueli Emch für Berufsmeisterschaften. Nun ist er aus dem Stiftungsrat von SwissSkills zurückgetreten. Seine Bilanz: Nach langer Aufbauarbeit haben die Wettbewerbe heute den Stellenwert, den sie verdienen.
Vor 23 Jahre begannen Sie, sich für Berufswettbewerbe zu engagieren. Was sind Ihre Erinnerungen an die Anfangszeit?
Damals ging alles viel „hemdsärmliger“. Für ein breites Engagement waren die finanziellen Ressourcen zu gering. Eine unserer Hauptaufgaben bestand deshalb darin, Geld zu beschaffen. So übte ich mich darin, Türklinken zu putzen.
Damals waren die Dimensionen noch wesentlich bescheidener…
Es ging in kleinen Schritten vorwärts. Wir arbeiteten lange daran, den Stellenwert der Berufsmeisterschaften zu erhöhen. So richtig gelungen ist dies eigentlich erst, als die Weltmeisterschaften um die Jahrhundertwende zweimal in St. Gallen stattfanden. Sie hatten eine erfreuliche Breitenwirkung: Bei Berufsverbänden, Lehrbetrieben und Kantonen wuchs das Bewusstsein, wie einmalig und wertvoll unser Schweizer Bildungssystem ist. Und dass es Sinn macht, dies an internationalen Wettbewerben zu beweisen. Einen Meilenstein stellt der Leistungsauftrag des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT an SwissSkills dar.
Weshalb sind die Berufsmeisterschaften bei den Jungen heute so beliebt?
Wettkämpfe sind für die Jugendlichen motivierend und fördern einen gesunden Ehrgeiz – nicht nur im sportlichen Bereich. Sie gehen bis an ihre Leistungsgrenzen und versuchen diese zu durchbrechen. Dies bringt ihnen selbst ein Erfolgserlebnis, darüber hinaus ergibt sich für Gleichaltrige eine Signalwirkung. Gerade in der jetzigen Zeit sind solche Impulse sehr wichtig.
Sie waren bei SwissSkills Vertreter der Arbeitnehmer. Inwiefern profitieren diese von Berufswettbewerben?
Ich kann es am Beispiel von Ascom und Ruag aufzeigen, wo ich mitverantwortlich für die Lehrlingsausbildung war. Die Anforderungen sind in den letzten Jahren enorm gewachsen – sowohl an die Ausbildner als auch an die Auszubildenden. Gefragt ist weniger das Fachwissen von Einzelnen als die Leistung im Team. Das muss gezielt geschult werden. Ein Mittel dazu ist die Vorbereitung auf Berufsmeisterschaften. Die konzerninternen Vorausscheidungen der Ruag sind bei den Jugendlichen sehr beliebt. Und von ihrem Ehrgeiz profitiert dann auch der Arbeitgeber wieder: Die Ausbildungsresultate fallen nachweislich besser aus.
Haben Unternehmen in wirtschaftlich unsicheren Zeiten nicht andere Prioritäten als die Förderung von Berufsmeisterschaften?
Für mittlere und grössere Unternehmen ist die Ausbildung von Berufsleuten unabhängig von der Konjunktur eine zentrale Aufgabe – dies aus einer langfristigen Betrachtungsweise heraus. Bei kleineren Betrieben ist es eher so, dass Lernende in schwierigen Zeiten Leistungen erbringen müssen, die sich ertragsmässig sofort auswirken.
Wie beurteilen Sie die Zukunft der Berufsmeisterschaften?
Die Dynamik ist positiv. Ich bin zuversichtlich, dass das, was wir gesät haben, nun wächst. Die EuroSkills sind aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Und die Schweizermeisterschaften können 2014 erstmals zentral durchgeführt werden. Unsere Wettbewerbsteilnehmenden sind an den WorldSkills ein Aushängeschild der Schweizer Berufsbildung. Ich bin ein Verfechter der dualen Systems und hoffe, dass dieses Bestand haben wird.
Sie gehörten der Projektgruppe Avanti an, welche die Strukturen von SwissSkills überprüft hat. Weshalb sind Änderungen nötig?
Während sich der Wirkungskreis enorm ausgeweitet hat, sind die Strukturen in etwa gleich geblieben. Nun wurden die Voraussetzungen geschaffen, um die neuen Aufgaben effizient und gezielt angehen zu können. Es handelt sich um einen wesentlichen Schritt in die richtige Richtung. Das Wesentlichste sind jedoch die Menschen, die gemeinsam und unbeirrt die hochgesteckten Ziele erreichen wollen. Das SwissSkills-Team ist hervorragend und ich wünsche ihm weiterhin - zum Wohle unserer Jungen und unserer Berufsbildung – den verdienten Erfolg.










