Swiss Team in Abu Dhabi

31.05.17

In unserer Spezial-Rubrik stellen wir bis zu den WorldSkills in Abu Dhabi jeden Monat ein Delegationsmitglied vor. Heute Markus Lempen aus Bern, der als Experte den Elektroniker Jannik Schären aus Gerzensee (BE) begleitet.

Herr Lempen, Sie nehmen an den WorldSkills in Abu Dhabi zum ersten Mal als internationaler Experte teil. Was bedeutet Ihnen diese Aufgabe?
Ich habe 2003 in St. Gallen an den WorldSkills Competitions die Silbermedaille bei den Elektronikern gewonnen. Dadurch entstand natürlich eine besondere Beziehung zur Stiftung SwissSkills. Nach einigen Jahren als Experte bei den Wettkämpfen in der Schweiz, kann ich nun als internationaler Experte unseren Kandidaten Jannic Schären begleiten. Darüber freue ich mich sehr.

Wissen Sie schon, was Sie in Abu Dhabi erwartet?
Ich kenne SwissSkills und generell Berufswettkämpfe in der Schweiz gut, was Organisation, Ablauf usw. betrifft. Wie das auf internationalem Parkett abläuft, werde ich herausfinden. In unserem Team hat es ja viele erfahrene Experten, von denen ich profitieren kann.

Wie können Sie Ihre Erfahrung als ehemaliger Teilnehmer in ihrer Arbeit als Experte nutzen?
Was das Berufsfachliche angeht, sind alle Teilnehmer auf einem hohen Niveau. Trotzdem kann ich Jannic auch handwerklich weiterbringen. Wichtig ist aber besonders auch die Vorbereitung auf die Wettkampfsituation. Als Teilnehmer habe ich am eigenen Leib erfahren, was es heisst, mit Stresssituationen umzugehen. Die Arbeiten müssen unter Zeitdruck ausgeführt werden. In der Zusammenarbeit mit Jannic achte ich besonders auch darauf, ihn so zu coachen, dass er mit dem Druck gut umgehen kann.

Was wissen Sie über die Konkurrenz?
Was die Nationen betrifft, sind die Hauptkonkurrenten in etwa die gleichen wie 2003. Damals waren Teilnehmer aus Asien sehr erfolgreich. Sie müssen wir besonders im Auge behalten. Grundsätzlich sind aber alle Teilnehmer quasi brandgefährlich, wenn ich das etwas salopp sagen darf.

Wie haben Sie damals selbst von Ihrer Teilnahme an den Weltmeisterschaften profitiert?
Wie schon angetönt, habe ich gelernt, mit Druck umzugehen. Davon profitiere ich bis heute. Da man am Wettkampf nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung hat, muss man zügig und zugleich in hoher Qualität arbeiten. Speditiv und aufs Resultat fokussiert arbeiten ist ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Herr Lempen, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen und besonders Jannic Schären viel Erfolg!

Interview: Swissmem

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