Schweiz gehört weiterhin zur europäischen Berufselite

07.10.12

Der Ablauf ist minutiös geplant, gestaffelt werden die zu Ehrenden zur, bzw. auf die Bühne gebeten, bevor sie ihre wohverdienten Medaillen in Empfang nehmen können. Es herrscht eine gewaltige Stimmung, der Jubel ist bei jeder Medaillenübergabe ohrenbetäubend und langanhaltend – manchmal dauert die Freude so lange an, dass die Moderatorin die Gewinner fast von der Bühne komplimentieren muss.

Auch aus Schweizer Sicht ist dies nicht verwunderlich, denn das Team hat einmal mehr Spitzenleistungen erbracht und belegt in der Nationenwertung den hervorragenden zweiten Rang. Die ersten Eindrücke der Kandidatinnen und Kandidaten . . .

«Eine ganz, ganz tolle Leistung, ich bin sehr glücklich mit unserem jungen Team», fasst Delegationsleiterin Christine Davatz-Höchner vom Schweizerischen Gewerbeverband sgv ihre Eindrücke an den EuroSkills 2012 zusammen.

Die Kandidatinnen und Kandidaten sind doch eher wortkarg, so unmittelbar nach der Siegerehrung. Zu überwältigend ist das Erlebnis, an einem so grossen Anlass mit einem glanzvollen Resultat auf der Bühne zu stehen. Viele von ihnen können ihren Erfolg noch gar nicht so richtig begreifen, trotzdem halten wir hier nachfolgend die ersten Reaktionen kurz fest:

 


Mirko Pifferini (Elektroniker EFZ – 1. Rang und ‚Best of Nation’)

Ich bin überglücklich. Ich habe kaum glauben können, dass wir es wirklich geschafft haben. Ich bin einfach nur glücklich… (Ist so überwältigt, dass er kaum sprechen kann – Red.)


Damiano Domenighetti (Elektroniker EFZ – 1. Rang und ‚Best of Nation’)

In diesem Moment glaube ich nicht, dass es jemanden gibt, der glücklicher ist als ich; ausser meinem Kollegen natürlich.

Zusätzlich zur Goldmedaille auch noch die besten der Schweiz zu sein ist unglaublich. Mehr können wir gar nicht mehr gewinnen.


Michael Heid (Bodenleger – 3. Rang)

Ich bin froh, dass es vorbei ist, kein Stress mehr und es hat sogar für die Bronzemedaille gereicht. Die Medaille werde ich Zuhause im Betrieb meiner Familie aufhängen.


Ramona Järmann (Coiffeuse – 5. Rang/Diplom)

Mir geht es nicht so gut. Ich bin zwar stolz auf das, was ich leisten konnte, aber enttäuscht bin ich trotzdem ein wenig. Gelohnt hat es sich aber trotzdem, hierher zu kommen und mit zu machen. Ich würde auf jeden Fall wieder an die EuroSkills gehen.


Julia Lischer (Dekorationsmalerin – 2. Rang)

Es geht mir super, ich bin absolut zufrieden, auch wenn es nicht für Gold gereicht hat.


Nils Bolt (Hufschmied – 1. Rang)

Die Freude ist noch viel grösser, als ich gedacht habe, ein wunderbares Gefühl, die Goldmedaille zu gewinnen. Ich freue mich auf alles, was jetzt noch kommt. Die Medaille werde ich sicher Zuhause irgendwo aufhängen, wo sie gut zu sehen ist.


Stefan Habegger (Landmaschinenmechaniker – 2. Rang)

Gold wäre natürlich super gewesen, ich bin aber zufrieden mit meiner Medaille.

Es ist eine unglaubliche Erfahrung, an den EuroSkills mit dabei zu sein.

Meine Medaille werde ich zu Hause als erstes gleich meiner Frau und meinem Sohn zeigen. Sie sind sehr stolz auf mich und ich freue mich, sie morgen zu sehen.


Christian Brühwiler (Maurer – 3. Rang)

Ich bin sehr froh, dass ich die Bronzemedaille erreichen konnte, die vielen Vorbereitungen und der fast 4 Jahre lange Weg bis hin zu den EuroSkills haben sich wirklich gelohnt.


Nick Wälchli (Motorradmechaniker – 2. Rang)

Schade, es hat nicht für Gold gereicht, aber ich habe gegeben, was ich konnte und insofern bin schon zufrieden mit meiner Leistung. Ich würde sofort wieder mitmachen, nur schon, weil es ein Riesenerlebnis ist, hier mit dabei zu sein.


Julien Grange (Plattenleger – 5. Rang/Diplom)

Ich hätte gerne noch mehr erreicht, was die Medaillen angeht, aber ich bin super zufrieden, vor allem mit dem Team. Es war eine grossartige Erfahrung. Am Anfang war ich nicht sicher, ob ich an den EuroSkills mitmachen soll, aber  ich hätte wirklich etwas verpasst. Ich würde sofort wieder mit dabei.


Karin Röthlisberger (Stuckateur/in-Trockenbauer/in – 1. Rang)

Mir geht es Tip-top, besser könnte es gar nicht gehen. Was die Medaille betrifft: Jetzt müssen wir erst mal die Goldpreise studieren (lacht).


Dominik Aegerter (Stuckateur/in-Trockenbauer/in – 1. Rang)

Ich fühle mich super, bin sehr zufrieden. Die Medaille konnte ich noch nicht genauer ansehen, ist mir grade auch nicht so wichtig, dazu ist dann zuhause noch genügend Zeit. Sie findet auf jeden Fall irgendwo einen Ehrenplatz.


Christine Davatz-Höchner, Delegationsleiterin

Es war einmal mehr genial. Wir haben mit einem kleinen Team das Beste herausgeholt und gegeben, was wir konnten. Ich bin sehr stolz darauf.

Das bestätigt einmal mehr, dass unser duales Berufsbildungssystem wirklich stark ist und dass unsere gut ausgebildeten Berufsleute sowohl im Berufsalltag, aber auch an einer Europameisterschaft beste Resultate erzielen können.


Rico Cioccarelli, Technischer Delegierter SwissSkills

Man darf sagen, dass wir ein hervorragendes Ergebnis erzielt haben, zumal wir dieses Jahr zum ersten Mal in zehn Berufen mit zwölf Kandidatinnen und Kandidaten dabei waren. 2010 an den EuroSkills in Lissabon waren es erst 5 Berufe.

Ich fühle mich gerade fantastisch gut, das Team hat ein Superresultat erzielt. Mit dem 2. Rang im Nationenklassement dürfen wir wirklich sehr stolz sein. Besonderes Lob geht an die Experten, die alles gegeben haben, obwohl die Umstände in Belgien nicht immer optimal waren – auch sie alle haben tolle Arbeit geleistet.


Silvia Blaser, Teamleaderin

Es geht mir langsam besser nach dieser grossen Anspannung in den letzten drei Tagen, der Druck ist nun weg, ich spüre eine grosse Erleichterung, dass alles so gut gelaufen ist.

Ich bin glücklich mit diesem tollen Resultat, vor allem, weil ich gespürt habe, dass die Kandiatinnen und Kandidaten ihre besten Leistungen abrufen konnten. Auch wenn ein paar wenige nicht so ganz zufrieden sind mit ihrer Leistung und sie mehr erwartet hätten: Ich persönlich bin insgesamt sehr glücklich und freue mich mit dem ganzen Team.


Hans-Ulrich Stöckling, Präsident Stiftung SwissSkills

Ein Super-Resultat dieses jungen Teams, alle haben sich ausnahmlos super ‚gemetzget’, denn die Voraussetzungen hier in Belgien waren nicht immer optimal.

Der zweite Rang in der Nationenwertung (hinter Italien mit nur einem Kandidaten mit Gold) ist super, wir liegen mit unserer Leistung vor allen grossen europäischen Nationen.

Gratulation an alle jungen Berufsleute, aber auch an die Experten – alle haben einen Superjob gemacht und ich hoffe, wir können im nächsten Jahr an den WorldSkills 2013 in Leipzig an diesen Erfolg anknüpfen.

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