«Ich übe oft abends nach der Arbeit oder am Samstag.»

26.07.12

Die Arbeit an unterschiedlichen Orten und mit verschiedenen Techniken und Materialien macht für Julia Lischer den Beruf der Malerin abwechslungsreich und spannend. An den EuroSkills freut sie sich am meisten auf die freie Technik. Ab sofort wird sie noch intensiver als bisher trainieren, schliesslich will sie sich mit hochkarätiger europäischen Konkurrentinnen und Konkurrenten messen.

Tapezieren, Streichen, Gestalten – Dekorationsmalerin Julia Lischer bereitet sich fleissig auf die Berufs-Europameisterschaften im Oktober vor. «Oft gehe ich am Samstagmorgen in den Betrieb oder bleibe abends länger, damit ich noch üben kann», berichtet Julia Lischer von ihren Vorbereitungen auf die EuroSkills 2012 in Spa-Francorchamps.

Die 20-Jährige arbeitet für die Hektor Stadelmann GmbH in Escholzmatt, wo sie auch ihre Lehre erfolgreich absolvierte. «Ich habe dort genügend Platz, um auf Platten zu malen», sagt sie. «Mein Chef stellte mir sogar eine Wand auf, an der ich besser arbeiten kann, da sie im Gegensatz zu den Platten ganz senkrecht steht.»

Schon in der Schulzeit am Malerberuf interessiert

Während ihrer Schulzeit führte ihr Schulweg an einem Malerbetrieb vorbei, ihrem späteren Lehrbetrieb notabene. «Schon damals interessierte mich das Treiben dort», erzählt Julia Lischer. 2010 schloss Julia Lischer ihre Lehre als Malerin so gut ab, dass sie an den Vorausscheidungen für die Schweizermeisterschaft teilnehmen durfte. Sie meisterte diese Hürde und qualifizierte sich so für die Schweizermeisterschaft. «In einer Trainingswoche bereiteten wir uns vor, das war sehr hilfreich für mich», erzählt die Marbacherin. Sie erreichte den zweiten Rang, und konnte sich damit für die «EuroSkills» 2012 qualifizieren.

Viele Aufgaben, wenig Zeit

Vom 4. bis 6. Oktober wird Julia Lischer im belgischen Spa-Francorchamps die Qualität ihres Handwerks mit der europäischen Konkurrenz vergleichen. «Eine Tür streichen, Tapezieren, ein Design freihändig an der Wand vergrössern und ein Freestyle, das sind die verschiedenen Disziplinen», erklärt sie. Rund 20 Stunden werden ihr für all diese Aufgaben zur Verfügung stehen. Schiefgehen könne immer etwas, meint Julia Lischer, «aber ich werde mein Bestes geben, denn eine Medaille zu holen, wäre natürlich toll.» Zu sehr will sie sich nicht unter Druck setzen, schliesslich kenne sie weder die Konkurrenz noch deren Arbeiten.

Besonders freut sich die Malerin auf die freie Technik. «Ich habe mir bereits einige Gedanken dazu gemacht und auch schon Ideen ausprobiert», erzählt sie von ihren Vorbereitungen. «Zurzeit arbeite ich mit der Lasurtechnik, bei der die Farbe transparent auf die Oberfläche aufgetragen wird.»

Die Vorbereitungen werden ab sofort noch intensiver werden, schliesslich will Julia Lischer ihr Können auch europaweit unter Beweis stellen.

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