Damals und heute: Heidi Egli

30.05.17

Was ist aus den ehemaligen Teilnehmenden an den WorldSkills oder EuroSkills Competitions geworden?
In dieser Rubrik stellen wir jeden Monat ein Swiss-Team-Mitglied aus früheren Jahren vor. Heute Heidi Egli, gelernte Motorradmechanikerin, die an den EuroSkills Competitions 2010 in Lissabon, Portugal, mit der Gold-Medaille ausgezeichnet wurde.

Wer ist Heidi Egli?
Ein besonderes Anliegen ist mir, dass ich alles, was ich tue, mit Leidenschaft tue. Diese Leidenschaft möchte ich mit anderen teilen und sie durch mein Wirken inspirieren. Ganz besonders möchte ich junge Frauen zu einem Beruf ermutigen, in dem sie aufgehen und Erfüllung finden; und nicht irgendetwas machen, das bloss den Erwartungen anderer entspricht. In dieser Beziehung möchte ich eine gewisse Vorbildfunktion einnehmen.

Welchen beruflichen Weg bist Du seit den EuroSkills Lissabon 2010 gegangen?

Mir war schon früh klar, dass ich nicht mein Leben lang als Motorradmechanikerin arbeiten würde. Das Handwerkliche am Beruf war für mich eine Grundlage für das Technikverständnis. Denn das ist es, was mich fasziniert: die Technik. Dieser Leidenschaft gehe ich heute als Leiterin Einkauf bei Brugg Cables nach. Denn Einblick in eine ganz andere Branche zu erhalten, ist für mich eine grosse Bereicherung.

Nach der Lehre habe ich die Berufsmatura gemacht und bin nun dabei, mein Studium in Betriebswirtschaft an der Hochschule Luzern abzuschliessen. In Kürze gebe ich meine Bachelor-Arbeit zum Thema Unternehmenskultur ab.

Was ist deine schönste Erinnerung an die Meisterschaften?

Ich durfte viele Leute kennenlernen, die etwas miteinander verband: Die Leidenschaft für das, was sie tun. In unserem Team waren zum Beispiel ein Hufschmied und eine Malerin, die etwas total anderes machten als ich, dies aber mit der genau gleichen Hingabe. Das hat einen ganz besonderen Teamgeist geschaffen.

Was hat Dir die Teilnahme an den Berufsmeisterschaften persönlich und beruflich gebracht?

Ich habe Bestätigung erfahren und Fähigkeiten an mir entdeckt, deren ich mir zuvor noch nicht richtig bewusst war. Zum Beispiel hatte ich Bedenken, dass ich mich wegen des Lärms und der Unruhe am Wettkampfort nicht auf die Arbeit konzentrieren könnte. Doch dann konnte ich den Trubel einfach ausblenden und mich ganz auf meine Aufgabe fokussieren.

Die Gold-Medaille war für mich eine Art Beweis, dass ich viel erreichen und Stress gut bewältigen kann. Von dieser Fähigkeit profitiere ich heute noch.

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