Archiv

Weltmeisterlicher Lohn aus London

16.11.11

Die Bündner Bilanz der 41. Berufsweltmeisterschaft in London lässt sich sehen: Eine Gold- und eine Bronzemedaillie sowie ein Zertifikat gingen nach Vals, Brigels und Müstair. Regierungsrat Martin Jäger ehrte die Bündner Teilnehmenden anlässlich eines vom Bündner Gewerbeverband Ende Oktober organisierten Empfangs an der ibVV in Chur. Er charakterisierte die Floristin mit ihren zauberhaften Kreationen, den nervenstarken Anlagenelektriker und den ruhigen Elektromonteur originell und pointiert.

Mit Kuhglockengeläute, Transparenten und tosendem Applaus wurden die jungen Berufsleute, in der ibVV-Aula empfangen. Rund 200 Angehörige, Verbandsmitglieder, Sponsoren sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft wollten das erfolgreiche Bündner Team, bestehend aus der Münstertaler Floristin Rahel Brunner, dem Elektroinstallateur Gian-Andrea Casaluta aus Vals und dem Anlagenelektriker Andrin Cavegn aus Brigels, feiern. Jürg Michel, Direktor des Bündner Gewerbeverbandes, war beeindruckt und bezeichnete in seiner Begrüssung das duale Berufsbildungssystem der Schweiz als Erfolgsmodell: «Die Spitzenresultate an der internationalen Berufsweltmeisterschaft sind der beste Beweis dafür.»

Extra aus dem Kanton Freiburg angereist war der Präsident des Schweizerischen Verbandes der Elektroinstallationsfirmen (VSEI), Pirmin Gassmann. Er zeigte sich stolz, dass «seine Stromer» derart erfolgreich waren. Der Berufswettbewerb habe gezeigt, dass Schweizer Berufsbildung ein Spitzenniveau aufweise. Allerdings könnten die Resultate nur bestätigt werden, wenn Gewerbe und Politik bei den Rahmenbedingungen für die Berufsbildung in die gleiche Richtung ziehen würden.

London war für die ganze Equipe ein besonderes Erlebnis

Eingeblendete Fotos und Filme vom Wettkampf brachten den Spirit aus London in die dicht gefüllte ibVV-Aula. Rahel Brunner, die ihren gestalterischen Fähigkeiten in London freien Lauf lassen konnte, schwärmte vom «ausgezeichneten Zusammenhalt im Schweizer Team». Ganz besondere Beachtung fand am Empfang in Chur der Weltmeister Gian-Andrea Casaulta. Der aufgeweckte Berufsmann hat nicht erwartet, als Sieger aus dem Wettbewerb der Elektroinstallateure hervorzugehen. Wie ein richtiger Champion hat er konzentriert und unter knappen Zeitverhältnissen das Optimum aus sich herausgeholt. «Richtig nervös bin ich erst an der Rangverkündigung geworden», so der frischgebackene Weltmeister. Für Andrin Cavegn lief der Wettkampfanfänglich allesandereals rund. Kurz nach Beginn hatte er sich in den Finger geschnitten und musste verarztet werden. Dann funktionierte eine angelieferte Software nicht. Doch all diese Hindernisse brachten den Brigelser Anlagenelektriker nicht aus der Ruhe und spornten ihn erst recht zu einer Spitzenleistung an: «Mit meiner Bronzemedaille bin ich zufrieden. » Vorerst aber freuen sich die drei erfolgreichen «Bündner VVorld-Skiller» nach einer intensiven Vorbereitungs- und Wettkampfzeit auf mehr Freizeit.

zurück

Impressionen

Alle Bilder in dieser Galerie anzeigen


Pressematerial zu diesen News anzeigen