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«Ich freue mich auf den Kontakt mit anderen Berufsleuten.»

26.07.12

Stefan Habegger ist Landmaschinenmechaniker aus voller Überzeugung. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Matura hat er sich gegen eine akademische Laufbahn und für eine handwerklichen Berufslehre entschieden. Als Schweizermeister tritt er im Herbst in Spa-Francorchamps an den EuroSkills 2012 gegen seine europäische Konkurrenz an. Im Interview können wir ihn etwas näher kennenlernen.

Wie bist Du zum Beruf des Landmaschinenmechanikers gekommen?

Ich habe zuerst eine Matura im Gymnasium in Biel gemacht. Danach habe ich den Militärdienst als Durchdiener absolviert. Nach langer Überlegung wollte ich nicht mehr an die ETH-Lausanne (EPFL), sondern etwas Handwerkliches machen. Den Beruf des Landmaschinenmechanikers kannte ich schon von meinem Vater und fand ihn schon immer sehr interessant. Nach zwei Schnupperlehren konnte ich dann in der ‚Garage des Rocs SA’ meine Lehre anfangen.

Was fasziniert Dich am meisten an Deinem Beruf?

Die ganze Vielfalt des Berufes. Man arbeitet nicht nur an der Hydraulik oder an Motoren, sondern ebenso an der Elektronik, an einem Getriebe oder auch an Schweisskonstruktionen.

Was hat Dich dazu bewogen, an den Schweizermeisterschaften und jetzt auch an den EuroSkills teilzunehmen?

Der Reiz, an einem grossen Wettbewerb teilzunehmen. Mich an den Berufskollegen zu messen und an den Schweizermeisterschaften besonders als Romand gegen die Deutschschweizer anzutreten.

Zum ersten Mal überhaupt wird an den EuroSkills in Spa-Franchorchamps auch ein Wettbewerb der Landmaschinenmechaniker durchgeführt. Was bedeutet das für Deinen Berufsverband SMU und für Dich persönlich?

Vor langer Zeit gab es schon mal Europameisterschaften für unseren Beruf, später dann wurden die sogenannten Climmar-Skills durchgeführt und jetzt die EuroSkills.
An den EuroSkills läuft alles deutlich strukturierter und besser  reglementiert ab. Für den Wettbewerb in unserem Beruf kann dies eigentlich nur von Vorteil sein.

Wie bereitest Du Dich auf diese Herausforderung vor?

Bis jetzt nicht sehr spezifisch, weil alles auf mich zukommen kann, sei es einen Motor zu prüfen oder einen Güllekompressor zu reparieren. Das Berufsfeld ist zu vielfältig. Momentan lerne ich jeden Tag in der Werkstatt beim Arbeiten oder bei den Weiterbildungskursen für die Berufsprüfung die ich mache.

Wie erlebst Du die Unterstützung durch Dein persönliches Umfeld?

Meine Frau und meine Familie stehen natürlich voll hinter mir. Aber auch mein Arbeitgeber ist sehr erfreut, dass ich das machen kann. Er wird sogar nach Spa-Francorchamps an die EuroSkills kommen.

Auf was freust Du Dich am meisten an den EuroSkills?

Die Ambiance die es dort geben wird. Der Kontakt mit den Berufsleuten. Das Zusammensein mit dem Team.

Wie schätzt Du Deine Chancen ein? Mit welchen Erwartungen gehst Du an diesen Wettkampf?

Ich weiss nicht wie stark die anderen Ländern in unserem Beruf sind. Wenn man die «Erfolgs-Statistiken» der Schweiz an den bisherigen Euroskills ansieht, kann man vielleicht schon auf eine Medaille hoffen. Grundsätzlich sind wir Schweizer ja sehr gut ausgebildetet Berufsleute, sei es in meinem Beruf oder einem anderen. Deshalb glaube ich, dass wir grosse Chancen haben, Medaillen mit nach Hause zu bringen.

Wie stellst Du Dir Deine berufliche Zukunft vor? Hast Du konkrete Pläne?

Meine Berufsprüfung fertigmachen und dann noch die Meisterprüfung.

EuroSkills 2012: Wie würdest Du das für Dich persönlich in einem Satz umschreiben?

Yes, we can !

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