Feuerlauf / Medienschulung in Dagmersellen

Am 18. Juni trafen sich die 38 Kandidatinnen und Kandidaten zum dritten Teamweekend im luzernischen Dagmersellen. Im Bildungszentrum SPV wurden Schulungssequenzen im Umgang mit den Medien durchgeführt, live trainiert, wie es ist, vor einer TV-Kamera oder einem Radiomikrofon Red’ und Antwort zu stehen. Highlight des Tages war jedoch der Feuerlauf, bei dem die jungen Berufsleute ihre ganz persönlichen Grenzen überschritten – und nackten Fusses über 1000 Grad heisse, glühende Kohlen liefen.

Live vor der Kamera

«Wir wollen den jungen Leuten die Möglichkeit geben, verschiedene Situationen vor der Kamera 1:1 zu erleben », erklärte Claudia Eggenberger, Videojournalistin bei Tele Ostschweiz (TVO). In ihrer Medienschulung für das Swiss Team nahm sie die jungen Frauen und Männer einzeln vor die Kamera und liess sie live erleben, wie es sich anfühlt, wenn man von einer TV-Journalistin mit Fragen gelöchert wird.

«Sich selber mal zu sehen und zu hören, bringt einen weiter»

Zur gleichen Zeit wurde eine andere Gruppe von Patric Kees, Produktionsmitarbeiter von TVO in die Geheimnisse eines Radio-Interviews eingeführt. Auch hier erlebte jede Kandidatin und jeder Kandidat eine Interviewsituation und musste spontan reagieren. Nadja Humbel, Teilnehmerin bei den Bekleidungsgestalterinnen schätzte diese Übungen sehr: «Obwohl ich schon Interviews gegeben habe, konnte ich einige Tipps von den Profis mitnehmen. Sich selber mal zu sehen und zu hören, bringt einen weiter, um sich im Umgang mit den Medien zu verbessern.»

Kieselsteine schlimmer als die heisse Glut

Highlight des Teamweekends war jedoch das Feuerlaufen am Abend. «Feuerlaufen hat nichts mit Esoterik oder Hokuspokus zu tun. Jede und jeder muss zwar seine Angst überwinden und eine persönliche Grenzen überschreiten, der Rest jedoch ist reine Physik.» Mit diesen Worten führte Edi Schwertfeger die noch gänzlich unerfahrenen Feuerläufer in dieses Erlebnis ein. Gemeinsam schichtete die Gruppe das Holz für ein haushohes Feuer, das nach gut eineinhalb Stunden zu einem Bett aus glühenden, 1000 Grad heissen Kohlen zusammenfiel.

Kurz vor dem grossen Moment meinte CNC-Fräser Tobias Meyer:«Ich bin etwas aufgeregt, kann es mir noch nicht so ganz vorstellen, über diese glühenden Kohlen zu laufen.» Nachdem der erfahrene Feuerläufer Edi Schwertfeger mit seiner Frau Elsbeth jedoch den Anfang gemacht hatten, gingen alle über das Glutbett. Tobias Meyer sogar viermal: «Cool zu erleben, dass man etwas zustande bringt, was man sich gar nicht zugetraut hätte», und ergänzte schmunzelnd: «Gespürt habe ich nur eine gewisse Wärme an den Fusssohlen, schlimmer waren eigentlich die spitzen Kieselsteine darum herum.»

 

Team-Tagebuch

Unsere schwarzen Fusssohlen, vereinzelte kleinere Brandblasen, lustige, interessante, lehrreiche und eindrückliche Erinnerungen – das bleibt uns vom Teamanlass am 18. Juni 2011.

Nachdem alle den Weg nach Dagmersellen gefunden haben, die einen mit Umwegen, starteten wir in einen coolen Tag, auf den wir uns schon seit dem letzten Teamweekend gefreut haben. Eine Einführung in Kommunikation und Umgang mit Medien durch ein Team von Tele Ostschweiz machte den Start, danach bestritten wir in 4 Gruppen unterschiedliche Stationen:

Vom Tele Ostschweiz Team, welches uns auch an die Berufs-Weltmeisterschaften in London begleiten wird, bekamen wir wertvolle Tipps, Tricks und dont‘s für TV- und Radio Interviews. Während einige Interviews gaben, als wäre es Ihr Hobby, mussten sich andere während den ersten Praxisstunden vor der Kamera schweren Herzens von Ihrem Cap trennen. Oder sie bekamen bereits nach der ersten Frage einen Lachanfall. Auch Blackouts, zittrige und leise Stimmen, schwankende Körper, rotierende Augen, schweissgebadete Gesichter und Lachkrämpfe auslösende Antworten waren zu sehen und hören. Aber keine Panik, kann ja alles rausgeschnitten werden.

Mit Freude sahen wir einem weiteren Höhepunkt entgegen. Wir waren gespannt, wie unsere MASSGESCHNEIDERTEN Anzüge geworden sind und machten uns an die Anprobe. Zuerst stolperte ich über die zu langen Hosenbeine, dann wurde wegen der unterschiedlich langen Ärmel meines Jacketts gelacht. Die Freude über die neuen Kleider legte sich endgültig, als ich den Jupe probierte. Den brachte ich nicht mal halbwegs über meinen ,,A… ,, . Edi: (,,zudecke, zudecke, zudecke“) J

Da hilft nur noch Mentaltraining bei Jacqueline… Entspannung, Stärkung des Selbstvertrauens und Formulieren unserer Ziele. Pumpen, X-Gesicht, Lockenatmung, Hampelmann und Kreisen mit den Armen. Wut, Ängste, Sorgen und Blockaden als Luftstein auf den Boden schmettern. Beim Fussball oder Volleyball konnten wir uns dann austoben und den Teamgeist fördern.

Am Abend durften wir Edi begrüssen um uns mit ihm gemeinsam auf den Feuerlauf vorzubereiten. Erst vereinbarten wir einen Vertrag mit uns selber, anschliessend wurde gemeinsam das Feuer entfacht. Und dann war es endlich soweit, der lang ersehnte Feuerlauf stand bevor. Die Hitze des Feuers und später die glühend heisse Glut brachten uns ins Schwitzen. Es war ermutigend zu wissen, dass es schon viele vor uns getan und geschafft haben. Mit dieser Motivation rannten wir schlussendlich nach Edi und seiner Frau, tatsächlich über die heisse Glut ohne uns zu verbrennen. Fazit: Nichts ist unmöglich!

Bis bald in Morges

Sandrine Eisenhut, Köchin
Sabrina Keller, Restaurant-Service


Weitere Bilder zum Teamweekend finden Sie in der Galerie.