«A huge competitive advantage!»

29.09.11

Am ersten Tag in London begrüsste Botschafter Anton Thalmann die gesamte Schweizer Delegation zum einem offiziellen Empfang mit Vertretern der Britisch-Schweizerischen Handelskammer, der Londoner Behörden sowie der 'Guilds', den britischen Berufsinnungen.

Aufgeräumt und in bester Laune trafen gestern Nachmittag die Expertinnen und Experten in London ein. Damit ist nun die Schweizer Delegation komplett. Nach einem ersten Briefing durch den technischen Delegierten Rico Cioccarelli hiess es: Handys fassen – damit dann auch die Kommunikation optimal klappt –, einchecken und sich erstmal kurz einleben, bevor es dann am Abend zum offiziellen Empfang in der Schweizer Botschaft in London ging.

Schweizer Berufsbildung ist ein Wettbewerbsvorteil

Die Kandidatinnen und Kandidaten durften bei ihrer Anreise aus dem Precamp im Wotton House in Dorking bereits ein erstes Mal die Londoner Verkehrssituation näher kennenlernen, trafen sie doch gut eine Stunde später als erwartet an der Montague Place ein, wo die Schweizer Botschaft ihren Sitz hat.

Botschafter Anton Thalmann wandte sich in seiner Grussnote speziell an die britischen Gäste und betonte nicht ohne Stolz, dass die Schweiz die aktuell schwierige Wirtschaftslage relativ gut zu meistern versteht. Ein wichtiger Grund dafür sei die hohe Flexibilität des Schweizer Arbeitsmarktes und die Grundlage dazu das einzigartige duale Berufsbildungssystem. Gut ausgebildete Arbeitskräfte seien ein starker Wettbewerbsvorteil (a huge competitive advantage), erklärte er (in englischer Sprache) mit Blick auf die anwesenden jungen Berufsleute.

«Genau dies», befand dann SwissSkills-Stiftungsratspräsident Hans-Ulrich Stöckling in seinem Dankeswort, «ist sicher ein Hauptgrund, dass Schweizer Berufsleute in der Vergangenheit immer so erfolgreich bei WorldSkills Competitions abgeschnitten haben.» Mit diesen hohen Erwartungen wird das diesjährige Team am kommenden Mittwoch in den Wettbewerb starten.

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Impressionen

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Team-Tagebuch

Da waren wir.
Ein Paradies inmitten von Grün.
Die kühle Morgenluft strömt ins Zimmer.
Aus dem Fenster sieht man in die herrliche Landschaft, es ist dunstig.

Um halb acht begann unser Tag mit dem ausgewogenen britischen Frühstück   (man kann es wohl als typisch britisches Frühstück bezeichnen).  Das grosse Buffet beinhaltete unter anderem Eier, Würstchen, Bohnen aber glücklicherweise auch schweizerisches wie Butter und Konfitüre, daher sind wir also nicht ganz mit der fremden Esskultur überfordert worden. Anschliessend an das Frühstück standen einige Übungen im Bereich Qigong und Entspannung auf dem Programm. Mit diesen Übungen  haben wir den Wettkampf mental vorbereitet.

„One school one country“

Nun galt es einen Schulbesuch in London vorzubereiten.  In verschiedenen Gruppen wurden Konzepte ausgearbeitet um den Schülern zwischen 8-11 Jahren die Schweiz auf eine spannende Art und Weise ein wenig näher zu bringen.
Später haben wir noch den Schlachtruf ausgearbeitet welcher jeweils vor dem Start des Wettkampftages vor der ExCel-Halle präsentiert wird.  Der Schlachtruf bleibt bis dahin streng geheim.

Nach dem Mittagessen bestand die Möglichkeit sich individuell auf den Wettkampf vorzubereiten, Sport zu treiben oder mit Jaqueline Mader noch Mentaltraining in kleinen Gruppen zu absolvieren.

Um 16 Uhr  fuhren wir mit dem Bus in die schweizerische Botschaft. Die Carfahrt dauerte leider weit über zwei Stunden, da  wir durch die Rushhour in London mussten. Der Botschaftsaufenthalt mit Apéro war sehr  gemütlich wenn auch ein bisschen schweisstreibend. Müde und hungrig kehrten wir wieder ins Wotton House zurück. Dort empfing man uns noch mit ein paar Häppchen, damit wir nicht mit lehren Magen ins Bett mussten.

Es war ein vielseitiger aber auch anstrengender Tag.

Franz-Josef Venetz, Schweisser
Michael Bieli, Drucktechnologe