Schweizer Team im Element

04.07.13

Der zweite Wettbewerbstag verlief für die Schweizer mehrheitlich zufriedenstellend: Die Nervosität hat sich gelegt und die Kandidatinnen und Kandidaten sind voll in ihrem beruflichen Element. Zahlreiche Eltern und Angehörige, Vertreter von Berufs- und Gewerbeverbänden sowie kantonale Behörden sind in Leipzig eingetroffen, um sich vor Ort ein Bild von dieser Berufs-WM sowie den Leistungen der Schweizer zu machen.

Die Arbeit entwickelt sich, die Installationen und Wettbewerbsobjekte nehmen langsam Formen an. Der Berner Gipser und Stuckateur-Trockenbauer Serafin Steinemann ist mit seiner bisherigen Arbeit zufrieden und hat heute seinen strengsten Tag. Dies nimmt er jedoch ziemlich gelassen ganz nach dem Motto „Ich kann nicht mehr tun als mein Bestes geben.“ Voll konzentriert bei der Arbeit, realisiert er kaum, dass seine gesamte Familie inklusive Freundin ihm ganz fest an den Banden des Standes die Daumen drücken.

Auch der Plattenleger Thomas Siegenthaler aus Mörigen (BE) hat nach einem gelungenen Wettkampftag ein Lächeln auf dem Gesicht: „Es ist mir echt gut gelaufen. Ich habe weniger Zeit als erwartet benötigt und bin bereits am Mittag schon fertig geworden.“

Ehemalige auf Besuch

Dass die WorldSkills für die jungen Berufsleute mehr als nur eine Messung ihrer beruflichen Leistungen auf internationaler Ebene ist, zeigt der immer noch grosse Zusammenhalt der ehemaligen Kandidatinnen und Kandidaten der Berufs-WM in London 2011. Rund ein Dutzend von ihnen sind nach Leipzig gekommen, um ihre Nachfolgerinnen und Nachfolger kräftig anzufeuern und zu unterstützen. „Diese WorldSkills können wir ohne Anspannung geniessen und bei den verschiedenen Berufen auf Entdeckungstour gehen. Letztes Mal hatten wir andere Problem und haben nichts von dem, was ausserhalb unseres Arbeitsplatzes abging, mitbekommen“, erklärte der Automatiker Reto Meier, aus Wiesendangen (ZH).

Andrin Caveng aus Brigels (GR), der als Anlagetechniker vor zwei Jahren Bronze holte, sowie der „goldige“ Plattenleger  Thomas Gugger aus Heimenschwand (BE) kennen die Emotionen des Wettkampfes: „Wir leiden mit und wissen genau wie man sich dabei fühlt.“ Alle Ehemaligen sind sich einig: „Die WorldSkills sind ein einmaliges Erlebnis, wovon wir noch unseren Grosskindern erzählen werden. Sie bleiben bis in die Zukunft unvergesslich und geben uns die Möglichkeiten, wunderbare Kontakte und Freundschaften fürs Leben zu knüpfen.“

+++ Aufgeschnappt +++

Es gibt nicht nur das SwissSkills House of Switzerland, sondern auch ein House of Liechtenstein.

Die kanadische TV-Grösse Mike Holmes wurde neu zum Botschafter von WorldSkills erkoren. Sein Markenzeichen sind Latzhosen. Er ist überzeugt von beruflicher Qualität und einer guten Grundausbildung und propagiert das auch im Fernsehen.

Zusätzlich zur hier aufgeschalteten Bildgalerie sind unter folgendem Link weitere Bilder der Schweizer Kandidatinnen und Kandidaten zu finden:
http://www.flickr.com/search/?w=37581433@N03&s=rec&q=WSC2013%20Switzerland

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Impressionen

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Audio

Thomas Siegenthaler, Plattenleger
Serafin Steinemann, Gipser
Jenny Wüthrich, Floristin
Bruno Zindel, Möbelschreiner
Benedict Haener, Goldschmied
Lukas Hediger, Automobiletechnology
Michel Tinguely, Experte Automobiletechnology
Markus Niederer, Experte Sanitaer Heizung
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2. Wettkampftag

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Team Tagebuch

Kurz nach viertel nach sechs werden die Kandidaten durch das Motivierungsgehaule von Timur geweckt. Mit erneuter Kraft isst das Team zusammen das Morgenessen, bevor sich alle vor dem Hotel versammeln, um den ersten Motivierungsschrei auszuüben.

Dann geht’s auch schon mit dem Tram in Richtung Wettkampfgelände, wo sich bereits viele Teams anderer Länder eingefunden haben.

Das Schweizer Team schüchtert die anderen Nationen mit einem zweiten Motivierungsschrei gefolgt vom gemeinsamen Singen der Schweizer Hymne ein.

Anschliessend suchen die Kandidaten ihre Arbeitsplätze auf und kurz darauf beginnt auch schon die nächste Wettkampfrunde.

Mit viel Schweiss und Blut erfüllt das Schweizer Team seine Pflichten. In den kurzen Pausen geben jeweils einzelne Kandidaten ein kurzes Interview, welches meist am selben Tag im Internet zu finden ist.

Um etwa fünf Uhr nachmittags trifft die Schweizer Gilde ermüdet zurück im Hotel ein. Nach einem gemeinsamen Debriefing mit den Teamleadern geht’s bereits in die Schlafgemächer, worin es nach wenigen Augenblicken ruhig wird.

Serafin Steinemann, Kandidat Gipser/Stuckateur-Trockenbauer