Damals und heute: Karin Hänni, Dekorationsmalerin

30.10.16

Was ist aus den ehemaligen Teilnehmenden an WorldSkills oder EuroSkills Competitions geworden? Wie hat sich ihr berufliches Leben verändert?
In dieser Rubrik stellen wir jeden Monat ein Swiss-Team-Mitglied aus früheren Jahren vor. Heute Karin Hänni, Dekorationsmalerin aus Rümligen (BE).

Wer ist Karin Hänni?
Karin Hänni ist selbständige Dekorationsmalerin in Rümligen, Kanton Bern. Zu ihren Spezialitäten zählen Landschaften, Blumenmuster, abstrakte Ornamente und Schriftzüge, die sie im Innenbereich wie auch auf Fassaden schafft. Besonders verblüffend sind die Holz- und Marmormalereien, die sie perfekt der Natur nachbildet. Aufgrund ihrer Erfahrung und ihres guten Rufs konnte Karin Hänni zum Beispiel in der Berner Altstadt eine Täfermalerei aus dem Jahr 1745 restaurieren. Für diese Arbeit wurde sie 2012 mit dem Dr.-Jost-Hartmann-Preis der Denkmalpflege-Kommission der Stadt Bern ausgezeichnet.

Welchen beruflichen Weg bist du seit den EuroSkills Rotterdam 2008 gegangen?

Ich habe mich parallel zu den Wettkämpfen weitergebildet und die Vorarbeiterschule des Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verbandes SMGV absolviert. 2009 besuchte ich am Instituté Yannick Guégan, Quimiac (FR) die Ausbildung in Dekorationsmalerei und 2012 habe ich die Prüfung zur eidg. dipl. Malermeisterin abgelegt. Heute bin ich wie erwähnt selbständig.

Mit SwissSkills bin ich immer noch eng verbunden – ich engagiere mich als Expertin und Trainerin.

Was ist deine schönste Erinnerung an die Meisterschaften?

Aufs Ganze gesehen, waren die EuroSkills Competitions einfach ein tolles Erlebnis. Die verschiedenen Veranstaltungen und die vielen Leute, die ich kennengelernt habe, das alles hat mir persönlich viel gegeben. Und natürlich unser Team: Die gute Stimmung, gemeinsam Rotterdam zu erkunden, das sind schon schöne Erinnerungen.

Was hat dir die Teilnahme an den Berufsmeisterschaften persönlich und beruflich gebracht?

Seit den SwissSkills und den EuroSkills Competitions kann ich mit Druck gelassener umgehen. Und auch meine Selbstdisziplin hat sich gesteigert. Was den Beruf betrifft, habe ich von meinen Teamkollegen, den Teilnehmenden aus anderen Ländern und natürlich von unseren Trainern vieles mit auf den Weg bekommen. Nach den Wettkämpfen gab es ein erstaunliches Medienecho. Als ich mich selbstständig machte, hat mir dies bestimmt zu einigen Kunden verholfen. Heute aber werde ich grösstenteils von Kunden weiterempfohlen.

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