Rotterdam 2008

Erfolgreiche erste EuroSkills für Schweizer Mini-Team

Die ersten EuroSkills überhaupt sind vom 18. bis 20. September 2008 in Rotterdam/Holland durchgeführt worden. In diversen Berufen der Richtungen „Creative Arts & Fashion“, „Information & Communication Technology“, „Manufacturing & Engineering Technology“, “Construction, Building & Installation”, “Transportation & Logistics” und “Social, Personal & Hospitality Services” nahmen mehr als 400 junge Berufsleute aus 30 Ländern teil. Aus der Schweiz reiste ein sehr kleines, aber starkes Team unter der Leitung von Jacqueline Mader an, welches die hohen Erwartungen zu erfüllen vermochte.


Kleine Schweizer Delegation

Aus der Schweiz reisten nur insgesamt zehn Personen, von denen nur sieben in die Entscheidungen eingriffen, in die holländische Hafenstadt Rotterdam. Die vier arrivierten Berufsleute betätigten sich dabei als Experten, respektive Jurymitglieder, die drei jungen versuchten, in ihren Berufen Medaillen zu erringen. Bei den Malern stürzte sich Karin Hänni aus Rümligen, Bern ins Geschehen. Als Erfolge konnte sie bis zu diesem Zeitpunkt den Schweizermeistertitel 2006 und den Sieg an den Euro Painting Skills 2007 vorweisen. Bei den Hufschmieden startete Michael Bühlmann, Niederhünigen, Bern und Thierry Froidevaux, Les Embois, Jura, um der starken Konkurrenz zu trotzen. Michael Bühlmann hatte schon vor der EuroSkills an 18 internationalen Wettbewerben teilgenommen, für Thierry Froidevaux war dieser übernationale Wettkampf Neuland.


Erfolgreiche Malerin

Die Maler und Malerinnen hatten ein anspruchsvolles Programm zu absolvieren. Meist wurde aus taktischen Gründen an mehreren Gestaltungselementen gleichzeitig gearbeitet, dennoch reichte die Zeit kaum aus, um einmal Pause zu machen. Karin Hänni freute sich besonders auf die Freie Technik, und in dieser Disziplin konnte ihr denn auch niemand das Wasser reichen. Im Gesamtklassement musste sie sich dann aber ihrem deutschen Berufskollegen geschlagen geben. Mit dem zweiten Rang war die Bernerin sehr zufrieden.


Auch Hufschmiede holten Edelmetall

Die Hufschmiede stiegen in der Teamwertung aufs Podest. Der dritte Rang musste in schwierigen und schweisstreibenden Prüfungen hart erkämpft werden. Michael Bühlmann vermochte den Prüfungsteil „Eagle-Eye“, bei dem man einen Huf nur 10 Sekunden anschauen durfte und danach in 20 Minuten ein Eisen darauf schmieden musste, souverän für sich entscheiden. Hätten die beiden Schweizer bei der nachfolgenden Prüfung „Hufbeschlag“ ein besseres Pferd erhalten, wäre vielleicht sogar der zweite Platz drin gelegen. Doch auch dieser dritte Platz freute die jungen Berufsleute sehr, wussten sie doch von Anfang an, dass die Konkurrenz gross sein würde.