Generalsponsor


Hauptsponsoren


Partner


unterstützt durch

Bilder der letzten Events finden Sie in unserer Galerie...

Abonnieren Sie
unseren Newsletter...

Suchen Sie ältere Veranstaltungen oder Berichte?
Hier gehts zum Archiv...

Home > Weltmeisterschaften > WorldSkills Calgary > Tagebuch der Kandidaten

Calgary Daily – das WM-Tagebuch

Unsere WM-Teilnehmenden berichten täglich von ihren Eindrücken aus dem Wettkampfalltag.
Notre équipe Suisse raconte de Calgary. / Il nostro Team raconta di Calgary.

06.09.2009 Tag der Schlusszeremonie

Nach langem konnten wir wieder nach den Wettkampfstagen ausschlafen. Danach konnten wir uns individuell mit unseren Familienangehörigen zu einem Brunch treffen. So hatten wir die Gelegenheit einander über die letzten Tage auszufragen und das erlebte mit der Familie auszutauschen.

Den Nachmittag konnten wir nach eigenen Interessen verbringen. Einige gingen in das Stadtzentrum, wiederum andere verbrachten ihre Zeit auf dem Campus um sich für die Schlussfeier vorzubereiten.

Teils nervös, gespannt und erwartungsvoll machten wir uns auf den Weg zum Stampede Corral Halle um an der ersehnten Zeremonie teilzunehmen. Begleitet von standing ovations von der ganzen Schweizer Delegation durften wir 7 Goldmedaillen, 2 Silber und 5 Bronzenmedaillen entgegen nehmen. Mit einer offiziellen Party wurde dieser Erfolg abgerundet.

Peter Schwarz, Zimmermann
Lucy Kägi, Goldschmiedin

 

 

04.09.2009 Dritter Wettkampftag

Langsam geht der Wettkampf zu Neige und die Zeit läuft einem davon. Die Stimmung des Teams ist angeschlagen und die Kandidaten sind müde von den vergangenen 2 Wettkampftagen.

Wir frühstückten um 7.15 und gingen anschliessend auf den Zug Richtung Standpead. Das Wetter war heute wieder sehr heiss und man schwitzte in den Zelten.

Der heutige Tag verlief für die meisten Kandidaten gut und sie konnten teilweise die verlorene Zeit wieder aufholen, oder sogar sich einen Vorsprung erarbeiten. Doch für den letzten Tag werden alle nochmals Vollgas geben.

Luzio Egli, Bauschreiner
Martin Maurer, Möbelschreiner


03.09.2009 Zweiter Wettkampftag

Für unser Team stand heute der wohl strengste Arbeitstag an. In vielen Berufen wurden heute die meisten Stunden gearbeitet. Diejenigen, welche zu normalen Arbeitszeiten begannen, trafen sich vor unserem Tower, und gingen gemeinsam mit der Bahn zum Wettbewerbsgelände. In der überfüllten Bahn verbrachte jeder die letzten Minuten vor dem Start auf seine Weise. Auf dem Gelände angekommen, kamen wir nochmals zum bereits zur Tradition gewordenem Kampfschrei zusammen. Ab da ging jeder seinen eigenen Weg.    

Am heutigen Tag waren einige Zuschauer mehr auf dem Gelände als noch am Tag zuvor. Dies bemerkte man jedoch nicht während dem Arbeiten, sondern vor allem während der Mittagspause.    

Gegen Abend zogen Gewitterwolken auf und es begann stark zu stürmen. Das Zelt mit den Zimmermännern und den Schreinern musste sogar kurzfristig evakuiert werden weil das Zelt einstürzen zu drohte.    

Nach diesem strengen Tag gingen wir in kleinen Gruppen essen und darauf zurück ins Hotel. Bei einer Teamsitzung wurde der vergangene Tag noch kurz besprochen und die Details für den Samstag besprochen. Den Rest des Abends wurde individuell verbracht, im Zimmer, beim Jassen, in der Physiotherapie, lernend oder schlafend.    

Benjamin Kuhn,  Maurer
Dominik Süess, Anlagenelektrik

 

 

 

 

02.09.2009 Erster Wettkampftag

Die Schweizer Gruppe, die sich heute morgen zum Frühstück traf, war deutlich kleiner als gewohnt: einige waren bereits vor uns auf den Beinen, da ihr Wettkampf früher anfing oder sie sich noch vorbereiten mussten. Im Team war eine deutlich Anspannung zu spüren - nur wenige Worte wurden über die Bibliothekstische der Technischen Hochschule von Calgary gewechselt (sämtliche Esstische waren bereits durch andere Nationen belegt).

Den meisten gelang der Start in die Berufsweltmeisterschaft ohne grössere Hürden, andere kämpften mit den Geräten oder mit der Sprache. Während des gestaffelten Mittagessens wurden die erste Eindrücke ausgetauscht und spätestens am Abend bei der gemeinsamen Abschlussbesprechung war klar, dass viele mit dem Zeitdruck zu kämpfen hatten.

Martin Buob, Elektroinstallateur
Fabian Vogler, Webdesigner

 

01.09.2009 Eröffnungsfeier

„One School - one Country“ hiess es für uns heute! Jeder wusste, was auf ihn zukam, jedoch war für uns alle unbekannt, dass wir mit so einem speziellen Gefährt, das so aussah, als wäre es aus der Serie „Simpsons“, fahren würden. Jeder hat als Kind von einem Trampolin geträumt; dank dem unvorteilhaften Strassenbelag der Calgary-Autobahnen wurde dieser Traum wahr.

Siebenhundert neun- bis fünfzehnjährige Schüler empfingen uns mit herzerwärmendem Applaus, der den Tag perfekt einleitete. Wir hatten die Aufgabe, die Schweiz anhand einer Powerpoint-Präsentation kurz zu präsentieren, worauf viele vorbereitete Fragen der Schüler folgten.

Danach durften wir uns Kanadische Flaggen und Baseball-Schläger durch eine Penalty-Challenge gegen den wahrscheinlich besten Goalie der Schule verdienen. Obwohl fast niemand ein Tor schoss, bekamen wir trotzdem ein Souvenir. Als Abschluss begleitete uns ein indianisches Flötenspiel weiter in den Tag.

Die zweite Schule, die wir besuchten, versetzte uns in die wohl schönste Zeit unseres Lebens zurück. Die Kinder beeindruckten uns mit der Kanadischen Nationalhymne und einer Begrüssung in den vier Sprachen der Schweiz. Besuche in den einzelnen Schulklassen zeigten uns, dass wir sehr willkommen waren.

Die Eröffnungsfeier hat uns alle aus den schwarzen Socken gehauen. Es wurde von Töfffahrern über eine Kiss-Cover-Band bis hin zu bunten Indianern alles geboten und begleitet wurde alles von einem Feuerwerk, von dem gesagt wurde, es habe soviel gekostet wie in die letzte WorldSkills investiert wurde. Das zusätzliche Treffen mit unseren Angehörigen gab dem Abend den letzten Schliff.

Patrick Haldi, Industrieelektroniker
Damian Bänziger, Sanitär- und Heizungsinstallation

 

 

31.08.2009 Arbeitsplatz einrichten

Früh morgens um 6.00 Uhr wurden wir vom eigenen Wecker aus dem Schlaf gerissen. Nach dem nicht überaus schmackhaften  Frühstück, starteten wir mit guter Laune in den Tag. Durch die Druckwelle unseres Motivationsspruches, schlug es uns zum Bahnhof.  Mit dem Zug fuhren wir zum Wettkampfgelände (Standpede) und motivierten uns erneut damit wir mit Vollgas an unsere Arbeit konnten.

Alle Kandidaten konnten heute ihren Arbeitsplatz einrichten und die verschiedenen, teilweise exotischen Maschinen und Materialien testen. Bei einigen Berufen wurden die Abänderungen bereits bekannt gegeben.

Im Nashville Zelt herrschte über denn Mittag gross betrieb, 900 hungrige Kandidaten und alle dazu gehörigen (Experten, Teamleader, Helfer) stürmten das Food-Zelt innert 3 Stunden.

Am Nachmittag ging es in den Arbeitshallen mit voller Konzentration weiter. Bei einigen Berufen dauerten die Vorbereitungen bis in den späten Nachmittag. An der Teamsitzung wurde uns das Program vom folgendem Tag bekannt gegeben. Danach mussten einige noch diverses Werkzeug kaufen, andere probten für die Show One School One Country das morgen auf dem Programm steht. Es war ein schöner und Anstrengender Tag.  

Kühni Jürg, Spengler
Lukas Gutknecht, Plattenleger

 

28.09.2009 Pre-Camp in Kananaskis

Nach dem ausgiebigen Morgenessen stand der heutige Morgen zur freien Verfügung. Das wunderbare Wetter lockte viele an den See. Schnell waren die Kanus und Kajaks im Wasser und es wurde frisch fröhlich herum gepaddelt. Schon nach kurzem machten jedoch einige frei- und unfreiwillig Bekanntschaften mit dem kühlen Wasser. Während das Kanu fahren bei den einen für Indianerfeeling sorgte, versuchten sich andere an der Eskimorolle. Auch die wärmenden Sonnenstrahlen neben dem See wurden in grossen Zügen genossen.

Wer lieber die kanadischen Wälder und die verschiedensten Naturschauspiele geniessen wollte, setzte sich auf ein Mountainbike. Wälder wurden durchquert, Flüsse bezwungen und Steppen durchstreift.

Einige klettern auf den BERG, um einen Überblick über den Kananaskis Country zu erhalten. Die riesigen Wälder und mäandrierende Flüsse sorgen für gewaltige Begeisterung. Andere entspannten sich im Dampfbad, im Aussenbecken oder der Sauna vom Hotel. Der Wellnessbereich wird von den Kandidaten rege genutzt, um sich auf die Wettkampftage vorzubereiten.

Zum Mittagessen erhielten wir Besuch von einigen Delegationsmitgliedern von SwissSkills. Mittlerweile haben wir uns mehr oder weniger an die Kanadische Essgewohnheiten und Küche gewöhnt, nur das chlorhaltige Wasser geniesst noch wenig Beliebtheit.

Nach dem Mittagessen standen einige administrative Punkte wie die Präsentation von One School One Country oder die Hausordnung von SAIT auf dem Programm. Die restliche Zeit bis zum Nachtessen wurde mit Karten spielen verbracht. Als Abrundung des Tages stand Lucy’s 21. Geburtstag im Vordergrund. Die riesige Geburtstagstorte war eine köstliche, jedoch schwerverdauliche Krönung.  

André Reusser, Maschinenbauer CADD
Fabian Vogelbacher, CNC Dreher


27.08.2009 Pre-Camp Kananaskis

Als uns das Telefon um 07:30 wecken sollte, waren die meisten dank des Jetlags so oder so schon wach. Das Aufstehen lohnte sich, da das Zmorgen Buffet einfach fantastisch war.

Anschliessend standen als Morgengymnastik einige Qigong-Übungen auf dem Programm, die wir zusammen im Gruppenraum ausprobiert haben. Ganz entspannt konnten wir uns an die Arbeiten machen, die uns noch vom Mittagessen trennten. Einerseits wollten gut 200 Grusskarten unterschrieben werden, die an unsere Sponsoren geschickt werden, andererseits mussten noch einige Vorbereitungsarbeiten für One School One Country getätigt werden.

Nach dem feinen Mittagessen rüsteten wir uns mit Sonnenhut, Sonnencreme und Wasserflasche aus und machten uns auf eine Wanderung durch die nahe gelegene Natur. Unter der Führung von Daniel, unserem Physiotherapeuten, entdeckten wir nach knapp einer Stunde Wanderung einen kleinen Wasserfall, der eingebettet in der schönen Bergwelt Kananaskis liegt. Nach dem Rückmarsch hatten wir noch etwas Freizeit die wir mit Biken, Baden oder Ausruhen verbrachten.

Marco Erni, Mechatroniker
Markus Trachsel, Mechatroniker


26.08.2009 Ankunft in Calgary

Wir trafen uns am 26. August 2009 um 7:30 am Flughafen. Alle Gesichter waren voller Vorfreude auf den Flug, wir alle konnten kaum erwarten, bis es endlich losging. Nach dem erfolgreichen Check-In hatten wir noch genügend Zeit, uns mit Essen und Trinken für den Flug zu versorgen, bis wir ins Flugzeug einstiegen. Wir starteten mit einer 45 minütigen Verspätung. Im Flug wurde uns ein kleines Mittagessen serviert. Wir assen Poulet oder Fisch. Die Stimmung im Flugzeug war klasse.

Nach 9 Stunden Flug landeten wir erfolgreich in Toronto. Wir hatten nur wenig Zeit zum umsteigen. Daher war das ganze relativ stressig. Wir haben fast jemanden vergessen! ;)

Der Flug nach Calgary zog sich unglaublich in die Länge. Wir hatten das Gefühl, das wir ewig schon unterwegs sind. Nach der Ankunft in Calgary wurden wir vom OK der Worldskills empfangen. Wir wurden sofort mit einer Tasche und weissen Cowboy Hüten ausgestattet. :D

Danach wurden wir zum Car begleitet, der uns nach Kananaskis gebracht hat. Im Car erzählte uns Susanne, eine Schweizerin, die schon seit 20 Jahren in Calgary wohnt, etwas von der Geschichte von Calgary. Um 20:30 (Schweizer Zeit 4:30) kamen wir, alle müde, in Kananaskis Village an. Wir bekamen noch ein kleines Nachtessen, und dann gingen wir alle erschöpft ins Bett.

Jerome Blum, Polymechaniker Automation